Nach einer Woche mit Erkältung und anderen Plagen schreibt Günter heute:
"Moin Wiebke und Werner,
Wie auf den Bildern zu sehen ist, hat die Bodil inzwischen kein Loch mehr,
und wir können am Montag getrost wieder ins Wasser. Heute haben wir die
Alubleche neu genagelt und die letzten Stellen mit Antifouling gestrichen. Ich
habe die Schraube gefettet und neue Zinkschutzanoden angebracht. Wenn das Schiff
am Montag ins Wasser kommt, werden wir erst einmal eine Woche Urlaub machen.
Dann werden wir uns an die letzten Arbeiten, die auch Zeitintensiv sind, machen.
Mit dem letzten Überwasseranstrich werden wir warten, bis die Temperatur
gestiegen ist, ab er es gibt ja noch genug zu tun.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende
Gruß Günter"
Nun werden wir BODIL hoffentlich bald wieder an ihrem Liegeplatz im Museumshafen sehen können.
Innenansicht auf die neuen Planken |
P.S. Die Alubleche sind in unseren Breiten in erster Linie Schutz gegen Eisgang. Besonders ganz dünne Eisplatten können dem Holzrumpf empfindlich zusetzen. Es soll sogar schon kleinere Boote gegeben haben, deren Planken durchgesägt wurden, worauf sie sanken. Was elektrolytische Korosion betrifft, ist Aluminium in der verwendeten Legierung unbedenklich, da es schneller angegriffen wird als Stahl, Bronze und andere Legierungen im Unterwasserbereich.
Traditionelle Segelschifffahrt forderte schon früher vollen Einsatz,
nicht nur auf Reisen, sondern auch bei der Instandhaltung. Das ist bis
heute sogar noch mehr der Fall. Denn während die Schiffe früher doch
zumindest meist ihre Kosten einfuhren, sind sie heute das
sprichwörtliche "Loch im Wasser". Da muss man viel Zeit und Geld
hineinschütten, sonst gehen sie unter.
Die Fotos werden in die Diashow aufgenommen, wer sie sehen will, muss nur "Wintersport mit BODIL" aufrufen. Viel Vergnügen!