21.01.19 Tröstlich

Vor ein paar Tagen, ONLINE  war gerade erst gesunken, bekamen wir zur Aufmunterung eine Mail aus Greifswald.

"Vielleicht willst Du ja mal einen positiven Bericht bringen nach all den Versenkungen ;-) 'Wir restaurieren seit September den Haikutter BJÖRNSUND auf der Greifswalder Museumswerft.' " stand da drin und ein paar schöne Bilder von dem Projekt waren auch angehängt.

Da war unser Stimmungsbarometer gleich wieder im grünen Bereich. Danke dafür nach Greifswald! Die BJORNSUND, so der Name des Haikutters, soll einmal als segelnde Segelwerkstatt auf die Reise gehen. Gute Idee, vielleicht kommt er dann ja auch mal nach Flensburg?



















Was ist sonst noch wissenswert?"BJÖRNSUND wurde 1929 in Esbjerg gebaut. Jetzt steht sie an Land, ist komplett leer, der Betonballast und die Maschine sind raus raus und auch das Kielschwein. 

Aktuell sind 20 Spanten mittschiffs neu. Vorsteven ist raus und kommt in den nächsten Wochen neu. Dazu gibt´s die große typische Haikutter-Heckbaustelle und jede Menge Planken zu tauschen.
Es sind 5 - 6 Jahre Restaurierungszeit angesetzt. Die Bauleitung hat Jan Huerkamp http://takel-ing.de" (Zitat der o.a. Mail)


Nochmals danke an Sebastian für die Mail und gute Wünsche für eine erfolgreiche Restauration!


20.01.19 Strandspaziergang

Was kann der Bootsfreund an einem Tag anstellen, wenn die Temperatur beim Gefrierpunkt verharrt, der Wind eingeschlafen ist und das Boot sowieso unter der Winterplane dem Frühjahr entgegen dämmert? 


Die nördlichste Spitze von Glücksburg. Hier ziehen während der Segelsaison zahllose Boote ihre Bahn

























Wir haben zur Vorbeugung der Winterdepression einen Spaziergang rund Holnis gemacht. Hier gibt es heute alles, was der Mensch braucht, um trüben Gedanken zu entkommen: Sonnenschein, freien Blick aufs Wasser, ersten Schnee, Natur. Die gern benutzten Adjektive "unberührt", "ursprünglich", "unverstellt" und alle anderen aus derselben Kategorie lassen wir heute mal weg. Heute ist nämlich ein sonniger Sonntag und in den letzten Wochen war es häufig eher grau, regnerisch. Typisches Schmuddelwetter eben. Da zieht es heute viele Menschen zu den malerischen Orten an der Förde und damit eben auch nach Holnis.  Darunter auch Hundefreunde und Familien mit kleinen Kindern. Manche machen auch der Oma oder dem Großonkel die Freude eines gemeinsamen Ausflugs. Wer gehbehindert ist, sollte sich aber besser an die Fahrwege halten, alle anderen können direkt am Strand entlang gehen. Der ist Teil des Schutzgebietes, es gibt keinen befestigten Uferweg, dafür aber umgestürzte Bäume und Schwemmgut wie Seegras und Büsche die, irgendwo losgerissen, hier angetrieben sind. Und es gibt auch Feldsteine einer alten Uferbefestigung, über die man an mancher Stelle klettern muss. Aber das alles ist bei normalem Wasserstand auch für Ungeübte durchaus machbar. 
Erstaunlich, wie diese Ursprünglickeit auf die heute zahlreichen Besucher wirkt! Niemand drängelt, wenn Ungeübte oder Unsichere ein paar Minuten benötigen, um über Baumstämme oder Steine zu klettern. Aber viele Entgegenkommende sehen uns freundlich an und auf ein "Moin!" kommt ein "Moin " als Antwort zurück.
In dem flachen Uferwasser gründeln Schwäne. Etwa dreißig können wir heute zählen. Dazu gibt es weiter draußen ganze Kolonien fischender Möwen. Das noch warme Wasser dampft in der kalten Luft, lässt das malerische dänische Ufer wie durch ein Seidentuch erscheinen. Bei dem Riff von Schiedekind wählen wir den Weg hinauf zur Hochebene. Dort ist der Weg wieder befestigt. Vorbei am alten Fährkrog führt er uns wieder zum Parkplatz und damit auch nach Flensburg. 

Die letzte Flut hat viel abgetragen ...
Hier geht's runter zum Strand












... aber auch wieder angeschwemmt
Ein einzelner Schwan studiert seine Speisekarte ...












Erste Schneeglöckchen im Schutz einer Hecke
... andere speisen etwas abseits.












P.S. Wir zeigen hier nur menschenleere Bilder. Aber wir waren dort nicht alleine.

19.01.19 Vor Ultimo

Das Jahr der Bootsfreunde kennt drei Jahreszeiten: Im Sommer segeln mit, im Winter werkeln am und immer arbeiten fürs Boot. Heute kam die letzte der Lüttfischerjollen auf ihren Winterplatz.


Wer den Wetterfröschen glaubt, bereitet sich auf die erste längere Frostperiode in diesem Winter vor. Die Tageszeitungen berichten, dass Deutschland eine "Sibirische Kätewelle" erwartet, mit Temperaturen bis zu minus 20 Grad und dass dieses Wetter sogar vier Wochen anhalten kann (Spiegel online). Der Sprecher des DWD wird zitiert "Ich habe es selten erlebt, dass alle Rechenmodelle so eindeutig auf eine gleiche Entwicklung hinweisen".

Gestern fiel schon der erste Schnee, legte sich, noch blütenweiß, auf Hafen, Bohlwerk und die Boote. Nach der ersten frostkalten Nacht lag er auch morgens noch dort. Wie in jedem Winter hat sich die Reihe der traditionellen Gaffelsegler gelichtet, denn einige liegen während der Wintermonate in anderen Häfen, zumeist in der Nähe der Wohnorte ihrer Eigner. Die können dann schneller nach ihnen sehen, wenn Wind und Wasser das fordern. Oder - siehe oben - an ihnen werkeln. Auch alle kleinen Jollen der "Lüttfischer" sind jetzt im Winterlager. Die letzte kam heute aus dem Wasser. Die Fürsorge kommt nicht von ungefähr. Sein Eigner bekam sie im Alter von acht Jahren von seinem Vater geschenkt. Jetzt begleitet sie ihn schon fast dreimal so lange.
Wenn die Wetterfrösche recht behalten, war der Umzug heute übrigens knapp vor Ultimo, denn bald müsste der Hafen zufrieren. 




... gebaut von Chr. Isaak auf den Ochseninseln
Historisches Boot in Historischem Kaufmannshof ...













16.01.19 Winterfreuden

Wer sich heute über das Wetter freuen möchte, denkt besser an den nächsten Frühling. DENN: So sieht es heute in Flensburg aus.  Und das alles nur, weil die im Süden den ganzen Schnee für sich alleine haben wollten. Sei's ihnen gegönnt. Wir hatten  unsere Schneekatastrophe schließlich schon vor vierzig Jahren.

Mittags am Hafen. 

13.01.19 OLINE im Fernsehen

Das Regionalfernsehen NDR Schleswig-Holstein Magazin hat heute über den Untergang der OLINE berichtet: