15.03.19 Rumregatta in Sicht

Heute zufällig in facebook gefunden: Das Plakat zur 40. Rumregatta, die auch in diesem Jahr am Freitag nach Himmelfahrt auf der Flensburger Förde ausgesegelt wird.


Ob es tatsächlich "das" Plakat ist, können wir allerdings nur wegen des Namens der facebook-Seite vermuten, Denn auf der Startseite des Vereins ist kein aktuelleres als das von 2018 zu finden und auch der Historische Hafen verweist auf seiner Homepage auf das Plakat vom letzten Jahr. Aber die 40. wird stattfinden.  Denn die Startseite des Museumshafens zeigt die Überschrift : Anmeldung zur "40. Rum-Regatta 2019" - und auf lenkt auf eine Seite mit dem Plakat der Veranstaltung im vergangenen Jahr. Auch wenn es verwirrend erscheint: Passt doch zu einer Regatta die den Schnellsten Segler verulkt und den Zweiten mit literweise Rum sediert.



04.03.19 Tief Bennet

Glücklicherweise kommt das Wetter nicht immer so dick wie es vorhergesagt wurde. Heute haben wir es mit Tiefdruckwirbel Bennet zu tun, der Hoch "Frauke" und damit das für einen Februar ungewöhnlich warme und ruhige Wetter in Richtung Osten verscheuchte. Heute fegt starker, teils stürmischer Westwind über die Häuser am westlichen Hang und hinunter zum Hafen, wirbelt Zeitungen und Müll durch die engen Gassen und Straßen, tobt durch die Kaufmannshöfe der Altstadt, lässt die Ziegel auf den Dächern klappern. Dunkle Wolken treiben über Stadt und Förde, Werft und Silos verbergen sich hinter grauen Schleiern. Ging im Herbst bei solchem Wetter die Zeile "Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren / und auf den Fluren laß die Winde los" durch den Kopf, taucht sie jetzt nach einem warmen Winter wieder auf. Es braucht wohl noch eine Weile, bis sie dem "Frühling lässt sein blaues Band / wieder flattern durch die Lüfte" weichen muss. Jedenfalls soll das Wetter der kommenden zwei Wochen im wesentlichen unverändert nass und windig bleiben - sagt der Wetterbericht. Wir trösten uns damit dass es nicht immer so dick kommt wie vorhergesagt. Denn sonst hätten wir heute orkanartige Böen zu berichten. Wer sich jetzt noch an das Wetter vor einem Jahr erinnert, wird mit dem Wetter von heute erst recht zufrieden sein.

Dennoch lohnt sich ein kurzer Spaziergang zum Hafen. "Nur mal nach den Leinen sehen". Und frische Luft schöpfen, den Regen im Gesicht spüren und Fontänen aus den Pfützen auf der Schiffbrücke ausweichen, wenn Autos vorbeifahren. 

Wir sind beruhigt. Die Leinen sind für Wind und Wasserstand genau richtig. Die vom Winter schmutzige neue Winterplane sitzt unverdrossen genau richtig, wie sie soll. Mit den wehenden Rändern hat das Boot was von einem kleinen Schlossgespenst. 

Wenn nun endlich das Frühlingswetter kommen wird, wollen wir sie auch auf gleiche Länge besäumen und noch die eine oder andere Kausch anbringen damit die Plane nicht gar so hoch flattert.  


25.02.19 Mads Hansens Kapel - Hutkonzert

Musikfreunde können morgen Abend im Café der Museumswerft auf ihre Kosten kommen. Die dänische Folkband "Mads Hansens Kapel" spielt auf.





















Der Gastgeber folkBALTICA schreibt dazu auf seiner Internetseite:
Erst das Vergnügen, dann die Sorgen.“ - das ist das Motto des dänischen Folkorchesters Mads Hansens Kapel. Man könnte es als einen jugendlichen Leichtsinn interpretieren, oder aber das Leben mehr mit einem Augenzwinkern betrachten. Mads Hansens Kapel, in der dänischen Tradition geboren, spielen die alten Melodien mit Liebe, Seele und Stärke, um die Musik von Generationen am Leben zu erhalten und in das 21. Jahrhundert zu bringen.

Mit rohem und immens groovigem Background, gepaart mit der wilden Geige und der kraftvollen und neckischen Klarinette, spielt das Quintett sich in die Herzen und lässt sie tanzen. Denn das sind sie: eine Tanzkapelle.
Werftcafé, 26. Februar 2019, 19:30 bis 22:30 Uhr

20.02.19 † Gerd Büker

Nun also Gerd. Gänzlich unerwartet lesen wir seine Todesnachricht in der Zeitung.


Gerd
Vor nahezu zwanzig Jahren sind wir uns zum ersten Mal begegnet. Es war auf der 20. Apfelfahrt, der die er so sehr liebte. Fast so sehr wie die Rumregatta. Aber das wussten wir damals noch nicht. Wir waren erst ein paar Tage zuvor nach Flensburg gekommen um einen Gastplatz im Museumshafen an dem damals nagelneuen Bohlwerk einzunehmen. Das dritte Bohlwerk des Vereins, wie er uns später erzählte. Erzählen, das konnte er. Als Schiffshistoriker und "Archivarius" des Vereins saugte er Daten, Informationen mit einer Intensität auf, die man sonst nur einem Schwarzen Loch der Astronomen zuschreibt.
Er stieg an Bord mit einem einzigen Schritt. "Her mit den Informationen, ich muss alles Wissen. Wo gebaut, wie lang, wie breit!  Und jetzt brauch ich 'nen Kaffee, aber mit Zucker" und schon saß er unter Deck und streckte die Beine aus. So war er.

Trotz seiner Körpergöße musste man ihn nicht sehen, um zu wissen, dass er in der Nähe war. Mit lauten Begrüßungen und Frozzeleien kündigte er sich an, hatte alles und Alle im Blick und kannte in der Szene Gott und die Welt und unglaublich viele Schiffe. Kein Wunder, war er doch Mr. Rumregatta, Herr und Herrscher der Teilnehmerlisten und Regattaergebnisse. Was er sagte war so etwas wie Gesetz. Protest wurde mit dem Entzug der Flasche Begrüßungsrum geahndet. Und wenn es ganz arg wurde, hatte er noch den Stilbruchpreis in petto.
Keine Lütfischerregatta ohne Gerd. Er liebte seine Rolle als Dompteur und Regisseur der Jollen und Smakken. Und dann seine Auftritte als Hökerer auf dem Apfelmarkt! Mit Hut, schwarzer Weste, grüner Schürze und roten Hosen. "Heeer mit dem Geld!. Mann Leute, glaubt ihr denn ihr seid zum Spaß hier?" Wenn Gerd Besucher zu Schmalzbroten überreden wollte, blieb kein Frage offen.
Ach ja Gerd. Egal wie, er wird uns fehlen.

17.02.19 Klassischer Mittwoch gestartet


Der "Klassische Mittwoch" hat bereits am ersten Tag ein lebhaftes Echo gefunden. Zur Erinnerung: Die Museumswerft stellt traditionelle Arbeitsboote  bereit, auf denen Interessierte im Sommer segeln können. Bedingung: die Boote müssen zuvor segelklar gemacht werden (Wir  berichteten).
Etwa dreissig Segelfreunde kamen am ersten "Klassischen Mittwoch" zusammen. Vier von ihnen verständigten sich spontan darauf, dass sie eine Sjekte auf Vordermann bringen wollen. Vier weitere Boote sind jetzt noch im Rahmen der Aktion verfügbar.
Der nächste "Klassische Mittwoch" findet am 20 Februar statt. Also einfach hingehen und nach Tobias fragen. Alles Weitere ergibt sich dann an Ort und Stelle.