09.02.13 Kongelig Classic: Blick zurück und nach vorn

Gestern abend war der Versammlungsraum im Vereinsheim des Museumshafen Flensburg im Herrenstall bis zum letzten Platz ausgebucht. Das war zu erwarten. Schließlich ging es um ein Thema, das vielen Seglern historischer Schiffe am Herzen liegt: die Kongelig Classic 1855. Im Rahmen der Bulleye Veranstaltungen referierte Frank Petry, Geschäftsführer des Historischen Hafens über Erfahrungen und Planungen. 
Die Kongelig Classic wurde im letzten Jahr erstmalig seit 1855 wieder ausgerichtet. Damit sollte an die erste Regatta in der Ostsee erinnert werden, die damit älter ist als die größere und (noch?) berühmtere Kieler Woche. Es war König Frederik VII, der damals als Schirmherr der Veranstaltung Glanz und Rang verlieh.
Erst 27 Jahre später, es war 1882, fand eine Regatta in der Kieler Förde statt. Sie ging von Düsternbrook aus, war erfolgreich und wurde deswegen wiederholt. Als 1894 "SM" Wilhelm II die Veranstaltung beehrte, wurde sie sozusagen zu einem gesellschaftliche Pflichttermin. Laut Wikipedia lagen 1892 erstmals 100 Anmeldungen vor, nur wenig mehr als bei der ersten Kongelig Classic im letzten Jahr. Sie hat es auch deswegen verdient, fortgesetzt zu werden wie die Kieler Woche damals.
Der besondere Charme der Kongelig Classik liegt darin, dass sie Traditionssegler und Klassische Jachten in sich vereint. Das bedeutet in der praktischen Umsetzung natürlich eine besondere Herausforderung. Schnelle, wendige Jachten und langsamere, weniger Höhe laufende ehemalige Gebrauchsfahrzeuge auf der selben Bahn - das ging im letzten Jahr auf dem Weg nach Apenrade gut, weil der Wind an den meisten Tagen aus der günstigsten Richtung wehte. Das gute Wetter insgesamt war auch sehr hilfreich. Sollten aber in diesem Jahr harte Bedingungen auf der Kreuz vorherrschen, müsste der Start anders organisiert werden.  Frank zeigte die Zusammenhänge von Zeitplanung, Kosten und Akzeptanz der Veranstaltung insgesamt auf. Es ist sicherlich eine recht anspruchsvolle Aufgabe, in diesem Zieldreieck ein gutes Ergebnis zu erreichen. Also: Hut ab und viel Erfolg.

Das Organisationsteam:
F. Petry (oben), 
M. Schulz


Ein weiteres Thema ist die Wertung der Teilnehmer. Während die Zeiten der Jachten zumeist nach dem bekannten Yardstick- Verfahren eingeordnet wurden um zu einem "gerechten" Platz auf der Siegerliste zu kommen, werden die Traditionssegler weiterhin ihre gerühmte Gelassenheit bei solchen Äußerlichkeiten bemühen müssen. Kritik gibt es aber immer wieder bei den Nachbauten klassischer Jachten, die sich bei derartigen Regatten gerne als Lotsenkutter oder dergleichen anmelden und dann regelmässig mit großem Abstand die ersten Plätze bei den Traditionsseglern belegen. Das soll geändert werden um die Toleranz der Wettbewerber nicht voll ausreizen zu müssen. Ausserdem sollen in diesem Jahr Einweiser in den Häfen das Miteinander erleichtern. 
Interessenten für eine Teilnahme können sich anmelden unter:



KC sekretariat Danmark
Storegade 30
6200 Abenraa
Tlf:   0045-2026-1855
Fax:  0045-7463-0744
Mail: info@kongelig-classic.com

KC Sekretariat Deutschland
Herrenstall 11
24939 Flensburg
Tel:  0049-(0)-461-1829-18-01
Fax: 0049-(0)-461-1829-18-06
Mail: info@kongelig-classic.com 


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