Als am Vormittag, zu Beginn der Aktion, eine große Zahl Besucher mit entschlossenem Schritt über das Bohlwerk in Richtung Notden strebte, wurde es den dort wartenden Holzhökern des Vereins schon ein wenig mulmig. Mit so vielen Interessenten hatte man tatsächlich nicht gerechnet. Doch es waren nur Teilnehmer einer Stadtführung, denen vor dem Lager mit den Stücken der zersägten Stämme des Historischen Krahns ein Vortrag über das jetzt nicht mehr vorhandene Wahrzeichen des Flensburger Hafens gehalten wurde. Nach wenigen Minuten gingen sie weiter und das Warten begann. Nach einer Stunde wurde klar, dass die Nachfrage für die vorbereiteten Stücke gering ist. Ein paar einzelne Scheiben von wenigen Zentimetern Dicke fanden Abnehmer. Glücklicherweise hatte Vereinsmitglieder Kettensägen bereitgelegt. Aber auch diese Nachfrage versickerte nach kurzer Zeit. Selbst Holzscheite im Kaminformat, in einer beispiellosen Kraftanstrengung an Ort und Stelle geschlagen, blieben liegen wie Blei, wie man so sagt. Passanten kamen noch nicht einmal, um sich die Aktion anzusehen. Enge Freunde des Vereins ließen sich die Aktion aber nicht entgehen, kamen zu Kaffee und Kuchen und einem freundlichen Plausch.
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PS (20.09.15) Es lohnt nicht, in der Hoffnung auf Holzscheite über das Bohlwerk zu gehen. Dort liegen jetzt nur noch ein paar wenige Stücke morsches Holz.