17.08.18 Zaun im Wasser

Dänemark will seine Seegrenze an der Förde durch einen schwimmenden Zaun schützen. Das Projekt gibt Anlass zu ein paar Fragen.




Seit Januar 2016 hat unser Nachbar im Norden seine Grenzen mit neu errichteten Kontrollen gegen unerwünschte Einreisende abgeschottet. Der Grund war ursprünglich die Große Zahl der Flüchtlinge, mittlerweile wird die Terrorabwehr als Grund genannt, die EU will es so. Das war aber nur ein Anfang. Neuerdings gehören auch Wildschweine zu den unerwünschten Lebewesen. Bei denen geht es jedoch nicht um Terror, sondern um Abwehr der Afrikanischen Schweinepest. Zu den Sicherungsmaßnahmen werden Polizisten und Soldaten eingesetzt und auch auch technische Einrichtungen. Wie zum Beispiel Kennzeichenscanner und Grenzzäune zwischen Nord- und Ostsee. Letztere sollen, 1,50 Meter hoch, Wildschweine fernhalten. Dagegen wurde vorgebracht, dass die wandernden Tiere auch gut schwimmen können. Nun berichtet das Flensburger Tageblatt in der heutigen Ausgabe, dass ernsthaft diskutiert wird, die seeseitige Grenze  durch einen schwimmenden Zaun zu schützen. Vermutlich wird der nicht so hoch werden wie der an Land. Er soll "eine Röhrenform haben, die die Schweine nicht passieren können" , zitiert das "Flensburger Tageblatt" die Zeitung "Nordschleswiger".
Der Zaun an Land ist beschlossene Sache, (nachdem auch an kleine Tiere gedacht wurde, die ihn durch entsprechend enge Öffnungen passieren können). Für einen Zaun im Wasser gibt es noch ungelöste Fragen. Da geht es unter anderem um die Gezeiten. Das ist aber nicht unser Problem hier an der Förde. "Wir stellen uns eine Barriere vor, die zum Teil unter und zum Teil über Wasser liegen soll und von den Wildschweinen nicht überwunden werden kann.“ wird zitiert. 

Fragen haben wir auch:

Wir wissen nicht, wie weit so ein Wildschwein alleine oder in der Rotte schwimmen kann. Wer das Video in Youtube ansieht, kann annehmen, dass die lieben Tierchen die Schlei bei Maasholm überquert haben. Also müsste der schwimmende Zaun auf der Flensburger Förde mindestens bis zur Seegrenze reichen. Das kann an manchen Stellen spannend werden. Wir denken an Holnis' Enge oder an die Enge bei der "Schwiegermutter".
Offen bleibt auch, was mit den Wildschweinen geschieht, die, bereits völlig entkräftigt vom langen schwimmen dem vermeintlich rettenden Ufer näher kommen. Man stelle sich das mal vor! Mama Sau und Papa Eber und die kleinen Frischlinge, ohnehin durch die schlimme Seuche geschwächt, verzweifelt um ihr Leben kämpfend. Welcher moralisch hochwertige Bootsfahrer kann da herzlos weggucken? Und wahrscheinlich gibt es ja auch sowas wie den Gedanken der Nothilfe für Tiere.
Dieselbe Frage stellt sich auch für Schwimmerinnen und Schwimmer in Not. Werden Menschen den Zaun überwinden können und wenn ja, wie? 
Ebenfalls unbekannt ist, wie Wasserfahrzeuge die Grenze queren können. Werden dann gelbe Häuschen auf Pontons die Durchfahrten markieren? Die sollten dann aber auch so breit sein, dass die in diesem Jahr 1500 erwarteten Teilnehmer des jährlichen "Ironman" nicht allzusehr aufgehalten werden. Kite-Surfer werden einfach drüber geschleudert.
Analog  müssten auch andere Wassersportlern kontrollierter Zugang gewährt werden. Der schwimmende Zaun müsste natürlich in den Seekarten als als Hindernis zu erkennen sein. Das wird den Umsatz der einschlägigen Verlage sicherlich beflügeln. Zusätzliche Warnbaken oder Bojen wären sicherlich ebenfalls hilfreich, um die Zahl der Unfälle zu "begrenzen". Auch wäre zu klären, wie sich der Zaun auf die Schweinswale auswirkt, die man sicherlich nicht beeinträchtigen möchte. 
Zusätzliche Warnbaken oder Bojen wären sicherlich ebenfalls hilfreich, um die Zahl der möglichen Unfälle zu "begrenzen". 
Zäune werden, wie Grenzen überhaupt, hierzulande meist scheel angesehen. Ein Seezaun könnte jedoch auch positive Wirkung haben: 
Zum Beispiel gegen Wassermopeds, Wasserflugzeuge und die übermäßig lauten Speedboote. Wer also künftig auf der Förde mal "die Sau rauslassen" will, könnte am schwimmenden Zaun jäh zur Vernunft kommen.
Der schwimmende Zaun müsste natürlich in den Seekarten als Hindernis kenntlich gemacht werden. Das wird den Umsatz der einschlägigen Verlage sicherlich beflügeln. 

16.07.18 Gestern auf der Förde

Gestern gab es Sommersegeln pur. Der laue Wind, die mäßigen Böen und der Sommerhimmel samt Sommerwolken. Ein paar Segelyachten sind unterwegs, auch SPHINX, die dunkelblaue 12mR Yacht. Ein paar neckische Winddreher geben dem Segelspaß die nötige Spannung. Dazwischen ein paar wenige Motorboote. Die wollen ja schließlich auch mal bewegt werden. Auch der Flensburger Salondampfer ALEXANDRA zieht seine Bahn, passiert die Enge zwischen Sönderhav und den Ochseninseln. Als er uns auf dem Rückweg  wieder entgegen kommt, haben wir die Ochseninseln noch lange nicht erreicht. Die erste Dampferlinie auf der Förde war zu ihrer Zeit eine Sensation und wurde und wird von vielen Menschen gerne und nur zum Vergnügen genutzt. Das hat sich bis heute nicht geändert. Segeln macht  ebenfalls viel Freude. Unter dem dänischen Ufer sehen wir den Toppsegelschoner ANNY aus Glückstadt. Auch er verschwindet hinter den Ochseninseln, und bleibt dahinter verborgen. Später hören wir, dass ein Stopp für ein erfrischendes Bad eingelegt wurde. 


Als ALEXANDRA vor 110 Jahren vom Stapel, war der der Segelsport auf der Förde bereits 53 Jahre alt.

Kreuzeryacht WIEBKE BOHLEN
Fotos: Mareike
Das Bad in der Förde scheint der Crew der ANNY gut gefallen zu haben. Als sie uns auf ihrem Rückweg vor dem Hafen einholt, war man offensichtlich gut gelaunt. Und ein paar schöne Fotos haben wir auch bekommen. Wir danken herzlich! Bilder vom eigenen Boot von "außen" nehmen wir immer gerne an.



11.07.18 Original , originaler, ...

... die originalsten historischen Fischereisegler am Bohlwerk liegen heute unter dem Historischen Krahn. Ein  interessanter Vergleich zweier musealer ehemaliger segelnder Berufsfahrzeuge.

Botter MK 63
CATARINA ALT 287
Seit einiger Zeit liegt der Elbfischer-Ewer  CATARINA ALT 287, gebaut 1889, der älteste und letzte seiner Art, unter dem Wahrzeichen des  Museumshafens. Älter als sie ist hier in Flensburg nur noch die Handelskvase OLINE von 1878. Sie steht zur Zeit auf der Helling der Museumswerft, denn die alte Dame ist - pardon - ein bisschen inkontinent. 
Heute bekamen die Beiden Besuch aus Hoorn in den Niederlanden. Der Botter MK63 wurde 1912 in Marken gebaut und ist in ihrem Heimatland ein schwimmendes Denkmal. CATARINA und MK 63 haben Einrichtungen, mit denen der Fang frisch gehalten werden konnte. 
Während bei CATARINA die so genannte "Bünn" unter der Luke steht, hat sie bei MK 63 ihren Platz in der Plicht. MK 63 hat einen sehr geringen Tiefgang und Seitenschwerter. Elbfischer-Ewer hatten früher ebenfalls Seitenschwerter. CATARINA, der letzte ihrer Art aus Holz gebaute, bekam schon ein Mittelschwert.  

11.07.18 DAGMAR AAEN aktuell

DAGMAR AAEN muss Reise nach Grönland für eine Reparatur unterbrechen.

Wer die Schiffsmeldungen in diesem Blog verfolgt, wird heute sehen, dass DAGMAR AAEN ihre geplante Reise nach Grönland unterbrochen hat und stattdessen wieder in Island festgemacht hat. Jetzt liegt sie in Reykjanesbaer bei Reykjavik. Wie in ihrem Logbuch berichtet wird, muss ein Teil des Verstellpropellers ersetzt werden, was nur auf einer Werft möglich ist. Zwar hat sie das Ersatzteil an Bord, die Reparatur kann jedoch nur an Land durchgeführt werden.
Im Logbuch ist zu lesen "
Aus Sicherheitsgründen gibt es keine Alternative zu Island. Dort können wir in Ruhe reparieren und uns neu sortieren. Das bedeutet zwar Zeitverlust und unsere Planung kommt ein wenig durcheinander, aber Sicherheit hat vor allen anderen Betrachtungen Vorrang".

Wir wünschen der Crew bei der Arbeit viel Erfolg!

10.07.18 Erinnerung an 100 Jahre

Heute wurde vor dem Schiffahrtsmuseum die Wanderausstellung „Revolution 1918 – Aufbruch in Schleswig-Holstein“  eröffnet. 

Vor 100 Jahren war der erste Weltkrieg war noch im vollen Gange und die fünfte große Offensive des jahrelangen schlachtens in Vorbereitung - auch sie sollte scheitern, wie vier vorausgegangene. Die letzte Phase des Krieges begann. An ihrem Ende war das deutsche Kaiserreich Geschichte und die alten Eliten verloren ihre beherrschende Stellung an bislang unterdrückte politische Kräfte. Als die Seekriegsleitung im folgenden Oktober die deutsche Hochseeflotte in einem Flottenbefehl gegen die britische Royal Navy senden wollte, meuterten die Matrosen einiger Besatzungen in Kiel. Dieser "Kieler Matrosenaufstand" mündete in eine Revolution, die das gesamte Deutsche Reich erfasste. Im November wurde in Berlin die Republik ausgerufen, Kaiser Wilhelm II dankte ab und die Weimarer Republik wurde gegründet. Die zu Grunde liegenden sozialen und politischen Spannungen wirkten aber unter der Oberfläche fort, zum Teil noch bis in unsere Zeit. 
An diese dramatischen Ereignisse mit Langzeitwirkung erinnert eine kleine, sehr informative Ausstellung auf dem Platz vor dem Schifffahrtsmuseum. Ein Besuch lohnt sich für alle, die wissen möchten, woher wir kommen.   

Der Eintritt ist frei.
Informationen und Anmeldung zu Führungen: 
Tel.: 0431/ 988 5787 (Anrufbeantworter)

Ansprechpartner für Rückfragen:
Sandra Oblegor
Kulturabteilung
Jensendamm 5
24103 Kiel
Fax: 0431/988-612-1707

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Telefon: 0431/988-5787
E-Mail: Sandra.Oblegor@bimi.landsh.de

10.07.18 Wird endlich gut

Was länge währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund. Da wollen wir mal hoffen, dass er Recht hat. Nach dreizehn Jahren Für und Wider sollen jetzt auf dem Bohlwerk Tore die nächtliche Ruhe und Ordnung sichern.  

Lange genug hat es ja nun gedauert, bis der Museumshafen erstens bereit war, nächtliche Umtriebe auf dem Bohlwerk nicht länger tatenlos hin zu nehmen und zweitens, die notwendigen Fakten zu schaffen. Punkt 1. war im Jahr 2005 erreicht, Punkt 2. heute.
Das neue Flügeltor wird nachts das eigentliche Bohlwerk
sichern...

Heute herrscht handwerkliche Geschäftigkeit auf der Plattform des Bohlwerks vor dem Schiffahrtsmuseum, wo üblicherweise der rote Logger RYVAR seinen Liegeplatz hat. Dort ist jetzt ein gelbes Flügeltor zu sehen, so wie es schon vor Tagen an der Plattform beim Historischen Krahn montiert ist. Am Vormittag steht am Stichsteg gleich gegenüber auch schon das Gerüst für ein kleines Torhaus. Es wird, einmal fertig gestellt, dem am Anleger der Jachtsammlung des Historischen Hafens gleichen.

... und ein kleines Torhaus den Stichsteg davor
Lange wurden für und wider einer nächtlichen Sperrung des Bohlwerks erwogen. Denn "Abschottung" war so ziemlich das Letzte, was mit dem Selbstverständnis der Traditionsschiffer zu vereinbaren war. Der Museumshafen und seine Mitglieder lieben die Freiheit und  sie wollten ihre sehenswerten Schiffe für alle frei zugänglich präsentieren.
Doch Ideale helfen leider nicht gegen Missbrauch und Vandalismus. Dazu kamen notorischer Alkoholmissbrauch während der Nächte, besonders im Sommer.

Abhilfe war leicht gewünscht, doch schwer beschlossen. Letztlich bliebt von allem Für und Wider ein einziges Argument übrig:
Der Museumshafen muss als Hausherr auf dem Bohlwerk. das Gelände sichtbar absperren um sein Hausrecht sichtbar zu machen. Wer sich ohne Genehmigung innerhalb der geschlossenen Tore aufhält, verstößt gegen den Hausfrieden und die Polizei ist verpflichtet den oder die Täter dingfest zu machen.

Bislang noch Theorie, jetzt kommt die Praxis. Es wäre schön, wenn ihr Ruhe und Sicherheit auf dem Bohlwerk folgen.

04.07.18 Benefizkonzert für ALEXANDRA

Hier kommt ein Termin, den man sich schon mal vormerken sollte! 







am Samstag, den 11.08.2018 findet ein Benefiz-Konzert zugunsten der ALEXANDRA statt. Der „Deutschlandfunk“, in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, ermöglicht im Rahmen seiner „Grundton-D“-Konzertreihe den Auftritt folgender Künstler: Einer der renommiertesten Vertreter der Weltmusik/ Jazzszene, der französische Kontrabassvirtuose Renaud García-Fons, und der türkische Kemence-Virtuose Derya Türkan treten von 18.00 – 20.00 Uhr im „Flensborghus“ auf. Es wird musikalisch in Richtung östliches Mittelmeer gehen. „Silk Moon“ heißt das Duo-Programm und spielt zwischen Andalusien und Istanbul.
Im Anschluss an das Konzert findet eine einstündige Dampferfahrt mit der ALEXANDRA statt. Wer möchte, kann sich mit einem Video in Youtube von  Renaud Garcia-Fons schon mal einstimmen. Klingt verlockend.
Die Karten für das Konzert kosten 20,- € und Karten für das Konzert + anschließender Dampferfahrt kosten 30,- €.
Die Karten können telefonisch unter 0461/ 18 29 18 05 oder unter dampfer.alexandra@historischer-hafen.de bestellt werden.

Foto: Renaud García Fons & Derya Türkan

30.06.18 Markt ahoj!

Foto: Sportpiraten























Strahlender Sonnenschein, sommerliche 24 Grad auf dem Thermometer und ein leichter Hauch in der Luft. Herz, was willst Du mehr! Petrus meint es gut mit dem neuen Hafenfest "Flensburg AHØJ". Das Konzept, der Kieler Woche und der Hanse Sail Rostock eine eigenständige Alternative gegenüber zu stellen, scheint aufzugehen. Am zweiten Tag haben die Flaneure an der Hafenkante ausreichend Platz zum Bummeln und auch, um mal die Beine auszustrecken. Auf dem Wasser sind auch Schiffe, ja. Ihre Zahl ist überschaubar. Das aber gibt Gelegenheit, sich die Wenigen etwas genauer anzusehen. Uns interessierten besonders die beiden historisch ältesten Gäste: Das Wikingerboot SIGYN aus Haithabu und das Germanenboot NYDAM TVEIR aus dem frühen 4. Jhdt. n.Chr.. Beeindruckend auch das Kümo SAMKA aus dem Jahr 1956. Sie alle kommen eher selten mal nach Flensburg und kommen im Gewimmel der übrigen Gäste der Rumregatta nicht wirklich gut zur Geltung. Anders heute. Wer neugierig ist und ehrliches Interesse mitbringt, bekommt ausführliche Antwort auf alle Fragen. Das haben wir beispielsweise anlässlich eines Besuchs bei der NYDAM TVEIR so erlebt. Genau so interessant fanden wir den Besuch bei den Wikingern aus Schleswig. Sehr lehrreich, was wir über die verschiedenen originalgetreu nachgebauten Helme der alten Recken aus der Zeit zu Ende des ersten Jahrtausends erfuhren. Es gab runde Helme und auch solche, die oben spitz sind. Diese wurden von der Palastwache in Konstatinopel getragen, allesamt Waräger. Diese Wikinger aus Schweden waren sozusagen die GSG9 der oströmischen Kaiser, also die Jungs für die harten Fälle.
Begeistern auch die Sportpiraten, die sich verwegen mit ihren bmx-Rädern über eine Schanze in das Hafenbecken katapultieren. Den zahlreichen Zuschauern hat es sichtbar gut gefallen. Und den tollkühnen Radlern (und Radlerinnen?) vermutlich auch.
Andere Angebote auf dem Markt fanden wir nicht so besonders flensburgisch: Grillfleisch, Crêpes und Getränke gehören einfach zu einer großen Veranstaltung. Aber schließlich hat der Mensch nicht nur kulturelle Bedürfnisse.

Am späten Abend, um 23 Uhr, wurde eine Lichtshow geboten. Mehrere Segelboote und auch ein Kutter vom Fischereiverein fuhren als Wasserbalett in der Hafenspitze. Allesamt mit hohen, spitzen weißen Kegeln an Deck, die ihnen eine Anmutung von Stagsegeln gaben. Teils wurden die Kegel, teils Scheinwerfer längs der Relings mit wechselnd farbigem Licht ein und ausgeschaltet. Das sollte aber, meinen wir, noch einmal geübt werden. Denn die Scheinwerfer empfanden wir als viel zu grell. Attraktiv hingegen wirkte auf uns der größte Teilnehmer im Korso der Lichtshow, der Seenotkreuzer NIS RANDERS aus Maasholm. Seine Löschkanone warf große Gischtfontänen, die ebenfalls von Deck aus angestrahlt wurden. 


Die stärksten Eindruck machte auf uns die Abenddämmerung. Sie strahlte bis um Mitternacht satt orange über den Horizont im Norden. Aber sie war nicht direkt Teil der Veranstaltung aber auf jeden Fall Teil des wunderbaren flensburger Sommers. 


Gibt's auch etwas, das geändert werden sollte? Ja, da haben wir eine dringende Bitte: Schaltet die Lautsprecher ab! Laut machen auch die anderen. Der für uns unerträgliche Lärm verdirbt die Freude an der Musik und letztlich auch an einem Marktbummel. Die Rumregatta beweist seit nunmehr bald 40 Jahren, dass Flensburg auch leise attraktiv ist.

NYDAM TVEIR
Stand-up-paddling als Teamsport












Herrenausstatter von vor 1000 Jahren
GRETA  versucht sich mal als klassische Yacht

27.06.18 Sommerwochen - Festwochen


Mit der "Kulturwoche Flensburger Norden" vom 13. bis 17. Augst kündigt sich jetzt schon ein weiteres Hafenfest  am "Wasserplatz", dem urbanen Gemeinschaftsplatz Brauereiweg 14, an. Veranstalter sind der Verein Flensburger Norden, Verein Flensburger Norden e.V., Verein Creacult e.V., le kiosque restaurant, Balthazar Helwig, Helwig und Jensen GbR.




Die Veranstalter teilen mit:
Vom 13. bis 17. August 2018, von 17-22 Uhr sind Festzelt und Garten geöffnet. Einwohner, Bürger, Gäste der Stadt, sind eingeladen zu Musik, Tanzen, Gesang, Film, Prosa, Esskultur ...
 Das Programm sieht vor:
Montag, 13.8. :
Sebastian Gimm, Neustadtchor, Salsa- und Tangotanzen mit Demis und Lukas, 
Cafe K & le kiosque
Dienstag, 14.8.
Jasmin Brandon, Snake Shake, Phon und Zu, Lesung, Kurzfilme, 
Bäckerei Meggers & le kiosque
Mittwoch, 15.8. Jazz meets Classic, The Company, RynkerockKurzfilme, Fischmanufaktur & le kiosque
Donnerstag, 16.8
Emma und Co von den Landstreichern, Yana, Mathias Schmidt Trio, Kurzfilme, 
Roberto Gavin Weinkontor & le kiosque
Freitag, 17.8.
Django Junkies, Vinyls in a suitcase, Dj Boris Adams, Policia do Samba, 
Boite Culinaire & le kiosque
licia do Samba, Boite Culinaire & le kiosque

Außerdem wird ein interessantes kulinarisches Programm und mehr versprochen. 


26.06.18 Flensburg Ahoi!

Die Absprungrampe der wagemutigen Sportpiraten
Morgen, am 28. Juni beginnt das neue Hafenfest FLENSBURG AHØJ der Tourismusagentur Flensburger Förde von und für Bürger der Stadt und Nachbarn aus der Region. Es wird das Leben am Hafen bis Sonntag bestimmen.

Am Hafen sind die Vorzeichen nicht mehr zu übersehen. Auf dem Bohlwerk wird die Rampe montiert, die schon bei früheren Hafenfesten den Sportpiraten als Sprungschanze diente. Der Parkplatz auf der Schiffbrücke ist für Marktstände reserviert. Die ersten werden bereits aufgebaut. 

Das Fest bietet (laut Programm):

Donnerstag, 28. Juni
15:00 Uhr Eröffnung FLENSBURG AHØJ 
15:00 Uhr Lesung Stefan Herbst „Die Abenteuer von Fynn Eichhorn“ 
16:00 Uhr Dice in Motion (Rockband) 
16:30 Uhr Autorenlesungen für Erwachsene (Verband der Schriftsteller in Schleswig-Holstein e. V.) 
17:00 Uhr Land in Sicht (Pop-Band) 
18:00 Uhr FLASH PLOP! Moderation & Musik: DJ Flo 
19:00 Uhr Guacáyo (Reggae)

Freitag, 29. Juni
10:00 Uhr Aktionsflächen und Stände öffnen 
14:00 Uhr Norden Rundt (Eine Theater-Reise durch Skandinavien für Kinder) 
14:00 Uhr Stand-Up-Paddling Team Race 
15:00 Uhr Standbild (Pop & Hip Hop) 
16:00 Uhr Sax4tett (Musikschule, Leitung: Adel Abdel-Salam) 
16:00 Uhr Norden Rundt (Eine Theater-Reise durch Skandinavien für Kinder) 
16:00 Uhr BMX-Fördejump 17:00 Uhr Karmakarakta (Punk Pop) 
17:30 Uhr Autorenlesungen für Erwachsene (Flensburger Autorentre e. V.) 
18:00 Uhr Simon Glöde (Singer-Songwriter) 
18:00 Uhr Ankunft NYDAM TVEIR 
19:00 Uhr Westsee (Band) 20:00 Uhr Poetry Slam 
20:00 Uhr Tom Klose (Singer-Songwriter) 
20:00 Uhr BMX-Fördejump 
21:00 Uhr Aalkreih (Plattdütsche Country, Folk, Rock) 
22:00 Uhr Sim Special (Party Groove Band) 
23:00 Uhr Lichtershow auf der Flensburger Förde 

Samstag, 30. Juni
10:00 Uhr Aktionsflächen und Stände öffnen 
12:00 Uhr Marstals Småborgerlige Sangforening (Schiff SAMKA | M/S BIBIANA) 
14:00 Uhr Norden Rundt (Eine Theater-Reise durch Skandinavien für Kinder) 
14:00 Uhr Sønderjylland-Schleswig Pops 
14:00 Uhr Stand-Up-Paddling: Long-Distance-Race 
14:00 Uhr Frederiksstad Orkestret (Schiff SAMKA | M/S Bibiana)
15:00 Uhr Uebertribe (Funk) 
16:00 Uhr Norden Rundt (Eine Theater-Reise durch Skandinavien für Kinder) 
16:00 Uhr Da/ty korprojekt – Dä/De Chorprojekt 
16:00 Uhr BMX-Fördejump 
17:00 Uhr Los Fuegos (Balkan, Cumbia, Reggae & Rock) 
17:00 Uhr Autorenlesungen für Erwachsene (Flensburger Autorentreff) 
18:00 Uhr Salamanda (Pop-Rock) 
18:00 Uhr BMX-Fördejump 
18:30 Uhr Gute Nacht Geschichte (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Flensburg) 19:00 Uhr Torpus & The Art Director (Folk) 
19:00 Uhr Pub Quiz mit Maja 
20:00 Uhr Mike Andersen (Blues & Soul Songwriter) 
21:00 Uhr Die Andersons (Acoustik Comedy Rock) 
22:00 Uhr BMX-Fördejump 
22:00 Uhr Pub Force (Pop, Irish Folk) 
23:00 Uhr AUSWEICHTERMIN: Lichtershow auf der Flensburger Förde

Sonntag, 01.Juli
10:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst 
10:00 Uhr Good Morning Flow Yoga (Anja Mester, atem-SCHÖPFER-PRAXIS für NATURHEILKUNDE & YOGA) 
11:00 Uhr Jazzfrühstück mit Niels Wilhelm Knudsen Quintet 
11:45 Uhr Gute Laune Hals-Schulter-Nacken-Massage (Anja Mester, atemSCHÖPFER-PRAXIS für NATURHEILKUNDE & YOGA) 
13:00 Uhr Sport mit FlensFitness 13:00 Uhr Abfahrt NYDAM TVEIR 
14:00 Uhr Stand-Up-Paddling: Überraschungsweltrekord 
14:00 Uhr Die Hornblower (Shantychor) 
15:00 Uhr Korsofahrt 
15:00 Uhr Bosse Hill (Singer-Songwriter) 
15:00 Uhr BMX-Fördejump 16:00 Uhr Landstreicher (Musikschulem Folkensemble, Leitung Christiana Voß) 
16:45 Uhr Märchenstunde (Märchenerzählerin Frauke Lind) 
17:00 Uhr Uni Bigband 
17:00 Uhr BMX-Fördejump 
18:00 Uhr Friedrich Jr. (Deutscher Folk-Pop) 
18:30 Uhr Gute Nacht Geschichte (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Flensburg) 19:00 Uhr Daniel Kemish (Singer-Songwriter)


Anders als die Großveranstaltungen wie Kieler Woche oder Hanse Sail in Rostock erwartet die Besucher ein Flensburger Hafenfest, in dem der Historische Hafen, Schiffe von hier und ein deutsch-dänisches Kultur- und Marktangebot (Flensburger Tageblatt

23.06.18 Klimaschützer in Klimahauptstadt

"Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen" 
Auch ein guter Zweck kann auf kein bisschen Enthusiasmus verzichten. Was besonders junge Menschen mitreißt, ist das Gefühl, das Richtige zu tun. Das mitzuteilen braucht aber mehr als die Funktionärssprache von Projektmanagern. 


KlimaSail -Segler AMAZONE
Besuch im Flensburger Hafen. Seit zwei Tagen liegt BELUGA II an der Hafenspitze um das Weddellmeer zu retten (wir berichteten). Heute haben vor dem Schifffahrtsmuseum gleich zwei weitere Großsegler festgemacht. Zum einen die Dreimastbark ALEXANDER von HUMBOLDT (die mit den grünen Segeln) und AMAZONE, ein Gaffelschoner aus Turku, Finnland.
AMAZONE kommt ebenfalls zum retten hierher, ihr geht es um die Ostsee. Während bei BELUGA II Fauna und Flora der Antarktis im Brennpunkt liegt, will AMAZONE im Dienst der Nordkirche (in Kooperation mit "Brot für die Welt") zeigen, wie wichtig der Umweltschutz ist und zum Handeln anregen. Dazu sollen im Rahmen der Aktion "KlimaSail / Global denken - lokal handeln" mit jungen Menschen ein "neues Bewusstsein für einen neuen Lebensstil" entwickelt werden (Zitat Prospekt). Weiter heißt es:  "Ziel von KlimaSail  ist es ... die Ostsee als ökologischen Nahraum zu erforschen und Klimawandel sowohl als lokale als auch globale Herausforderung zu verstehen. Themen einer nachhaltigen Entwicklung werden bei der KlimaSail in den erlebnispädagogischen Lernort eines Traditionsseglers eingebettet."

Auf einem Törn von Flensburg über Kiel und Rostock nach Greifswald segeln pro Etappe jeweils ca. 20 Jugendliche mit der AMAZONE um "Aspekte des Klimaschutzes zu erlernen und zu erleben. (Bunte) Landprogramme in den Häfen bieten Gelegenheit, die gesammelten Erfahrungen nicht nur den eigenen Familien und Freunden nahe zu bringen, sondern auch den Menschen vor Ort" (immer noch Zitat).

Wir wünschen den jungen Naturschützern dass sie die Reise nicht ganz so dröge erleben, wie sich dieser Text liest. Schließlich sollen sie "Botschafter der heranwachsenden Generation (werden) und in den Kommunen ein wichtiges Sprachrohr in Richtung der Politik".

Wo wir's gerade mit dem zitieren haben, kommt hier ein weiteres Zitat. Diesmal von Augustinus Aurelius, den Kirchenmännern und -Frauen der Veranstalter sicherlich bekannt: "Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen".  So isses auch nach ca. 1600 Jahren immer noch.

P.S. Zum Thema KlimaSail berichtete vorgestern auch das "Flensburger Tageblatt".

21.06.18 BELUGA II zu Gast in Flensburg

Greenpeace informiert bis zum 24. Juni im Rahmen ihrer Küstentour 2018 an Bord der BELUGA II über ihre aktuelle Arbeit zum Schutz der Antarktis.

Foto: Maria Feck/Greenpeace
Heute hat die grüne Klipperaak der Umweltorganisation Greenpeace an der Hafenspitze festgemacht. Bis zum 24. wollen die Umweltschützer auf einer Informationstour entlang der Ostseeküste in Flensburg auf die aktuelle Gefährdung der Antarktis aufmerksam machen und für Unterstützung ihrer Forderung an die Antarktis-Kommission CCAMLR werben, im Weddellmeer ein Meeresschutzgebiet einzurichten. Es wäre dann das das größte weltweit. 
Die Bedrohung der Antarktis beschreiben die Umweltschützer in ihrem Internetportal:
"Die Antarktis ist in Gefahr: Der Klimawandel hat in den letzten 50 Jahren zu einem Temperaturanstieg von über 2 Grad Celsius geführt und Fischerei-Trawler lauern darauf, die Heimat von Pinguinen, Walen und Robben als neues Beutegebiet zu erschließen. Sie haben es auf die Grundlage dieses empfindlichen Ökosystems abgesehen: den Krill – kleine krebsartige Tierchen, von denen sich Wale und zahlreiche andere antarktische Lebewesen ernähren."
Weiterhin erfahren wir auf der Seite:
"An Bord der Beluga erfahren Sie mehr über den einzigartigen Lebensraum im Südpolarmeer, den sich eine Greenpeace-Expedition zu Beginn des Jahres ganz aus der Nähe betrachtete. Besucherinnen und Besucher erwartet eine kleine Tour über das Segelschiff vom Typ Klipperaak mit vielen Anekdoten zum Alltag an Bord und zu den Einsätzen als Aktions- und Expeditionsschiff."
Die Führung finden täglich statt um 10.00 bis 13.00 Uhr und um 14.00 bis 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei und die Führungen werden in kleinen Gruppen durchgeführt. Vorsorglich heisst es: "Je nach Wetter und Besucherandrang können Wartezeiten entstehen". 

19.06.18 Abendfahrt mit ALEXANDRA

Das wäre doch mal eine Abwechslung, oder? Salondampfer ALEXANDRA lädt zu einem maritim nostalgischen Abendvergnügen ein:


Am Samstag, 23. 6. 2018, ist es wieder so weit. In Anknüpfung an die Tradition der 70ger Jahre bietet der Salondampfer „Alexandra“ eine Abendfahrt mit Musik der 60, 70 und 80ger Jahre an.
Es darf auch geschwooft werden.

Ab 19:00 h geht`s los. Ablegen ist 19:30 h. Um 22:30 h legt sie wieder an und es kann bis 24:00 h gefeiert werden.

Karten gibt es im Büro des Historischen Hafen Flensburg, Schiffbrücke 37, 24939 Flensburg,
Tel: 0461 – 182 91 805



15.06.18 Kieler Woche in Flensburg

Morgen beginnt die alljährliche Kieler Woche, das Segelevent der Superlative. Natürlich in Kiel, nicht in Flensburg.  Deswegen hatten wir, wie auch  ein paar wenige andere Segler, den schönen Flensburger Hafen und die schönste Förde Flensburgs für uns allein.



Auf dem Wasser begegnen wir PIROLA. Sie hatte etwas früher abgelegt und war schon wieder auf dem Weg zurück zu ihrem Liegeplatz. Wir bummelten noch ein paar Stunden länger auf dem Wasser. Als wir zum Hafen zurück kamen, stand die Sonne schon im Westen und strahlte die Schiffe im Museumshafen wie auf einer Theaterbühne an.


FULVIA af ANHOLDT
CATHARINA









PIROLA, DANA und BODIL (von links)
BETTY, THOR, AURORA von ALTONA und FORTUNA
















Morgen beginnt die Kieler Woche. Natürlich in Kiel, nicht in Flensburg. Gott sei Dank.

P.S. am Tag danach. Die Kieler Woche hat begonnen und, als wär's bestellt, das zu diesem Anlass übliche Regenwetter. Schön, dass wir gestern die Chance nutzen konnten. Ist aber schon bemerkenswert. Trotz weltweit vernetzter gigantischer Rechnerkapazität sind die Wetterfrösche oft nicht in der Lage, das Wetter auch nur drei Tage im voraus zu erkunden. Ist es nicht tröstlich schon Jahre vorher zu wissen, dass es zur Kieler Woche regnet - ganz ohne IT, KI oder IQ, einfach nur aus Erfahrung.

12.06.18 Zu trocken: gesunken.

Wat den Een sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall. Das Sommerwetter im Mai und die Folgen.


Der Kutter Möwe sank am Sonntagmorgen.
Foto: Müller/boyens-medien



















Das trockene Sommerwetter der vergangenen Tage erfreute die Sonnenanbeter, machte aber Landwirten und Gärtnern zu schaffen. Hitze und Wind trieben auch Eignern alter Holzschiffe Sorgenfalten auf die Stirn. Wenn dann auch noch das Hafenwasser wochenlang weggesperrt wird weil ein Sperrwerk saniert werden muss, kann das fatale Folgen haben.
Die "Norddeutsche Rundschau" berichtete in ihrer Ausgabe von gestern: 

Kurz vor Öffnung des Sperrwerks kam es im Hafenbecken 1 zu einem Wetter bedingten Unglück. Ein ehemaliger Krabbenkutter sank im sogenannten Museumshafen. Die Feuerwehr konnte einen zweiten Kutter vor dem Versinken retten, wie die Polizeidirektion Flensburg am Montag mitteilte. Ursache war vermutlich die Hitze der vergangenen Tage. Sie trocknete die hölzernen Kutter aus, so dass die Fugen zwischen den Planken undicht wurden. – Quelle: https://www.shz.de/20101442 ©2018
Warum der Zeitungsartikel die Formulierung "sogenannter Museumshafen" verwendet wurde nicht berichtet, wäre aber interessant zu erfahren. 

10.06.18 Doppelte Freude

HILDING in neuer Obhut
Foto: Thomas Kähler


















Gestern bekamen wir die erfreuliche Nachricht, dass HILDING, die Arendal-Sjekte unseres vor einem halben Jahr leider verstorbenen Vereinsfreundes Hännes nunmehr in neue Hände gekommen ist. Das Boot wurde, wie auch die Sjekte ARVED aus dem Lüttfischerhafen, von Willem Dannevig in Arendal gebaut. Heute saß eine der beiden neuen Bootsfrauen auf dem Lüttfischersteg und konnte ihren Blick nicht von dem ihrem Schützling lösen. Ihre Freude über die neue Beziehung sprang sofort über und lässt auf eine wunderbare Zukunft hoffen. Wir wünschen den Dreien "Allzeit gute Fahrt!" und immer die sprichwörtliche Handbreit Wasser unterm Kiel!
Jetzt muss das Boot sich nach den Monaten an Land erst mal wieder an das nasse Element gewöhnen, dann wir aufgeriggt. Wir vermuten sicherlich nicht zu viel, wenn wir annehmen, dass danach Segeln ganz oben auf der To-Do-Liste steht.

07.06.18 High noon auf der Förde

Punkt 12:00 Uhr startet der erste Durchgang des Robbe & Berking Sterling Cup 12mR. Die Startlinie ist nördlich der Ochseninseln und Wendepunkte sind vor Glücksburg und Schausende ausgelegt. Dort sollen die Schönen Schnellen zeigen, ob das "Warming up" vom Vortrag erfolgreich war. Um das aus der Nähe anzusehen, brechen wir in aller Hergottsfrühe auf. Schon eine dreiviertel Stunde vor dem Start verlassen die ersten 12-er den Hafen des FSC. Der Wind weht mit freundlichen vier Beaufort Stärke aus östlicher Richtung. Im Laufe des Tages wird er sich auf Ost-Südost einpendeln.
Außer den Regattayachten sind nicht viele Boote auf der Förde. Wir nutzen die Gelegenheit, möglichst interessante Motive und Situationen 
von der Regatta  zu fotografieren. Hier eine kleine Auswahl.
































































Nach  eindreiviertel Stunden ist das erste Match von dreien zuende. Die beste Vorschoterin aller Zeiten hat in der Zeit um die 200 Bilder eingefangen und der Mann an der Pinne unzählige Wenden und Halsen gefahren. Das war für uns vorerst genug der sportlichen Betätigung und wir machen uns erstens auf den Heimweg und zweitens über den Imbiss und das Mineralwasser her. Später lesen wir im  Internet die Ergebnisse der Rennen. Demnach ist KIWI MAGIC Sieger in allen drei Durchgängen und HETI, die älteste der klassischen Yachten in diesem Rennen, belegt einen ehrenvollen letzten Platz. Schließlich ist sie nach der "First Rule" eingestuft, hat ein Gaffelrigg und segelte ohne  Spinnacker. Doch dabei sein und gute Sportsmanship üben, darauf kommt es schließlich an. Hut ab!  Sie drehte die letzte Runde auf der Bahn tapfer, aber alleine und war wunderschön anzusehen. 

06.06.18 Racing an der Schwiegermutter

Auf dem Weg zu unserem "Logenplatz" an Holnis Kliff
Spannender Segelwechsel bei der Schwiegermutter
Klassikerregatta auf der Flensburger Förde. Am Vortag des Robbe & Berking Sterling Cup 2018 segeln die Teilnehmer des "Warming up" von der Dyvig am Alsensund nach Glücksburg. Klassikerregatten sind für Teilnehmer und Zuschauer immer attraktiv. Besonders an der Flensburger Förde. Anders als bei manchen anderen Revieren kann hier das Geschehen von Land aus gut beobachtet werden. Die Steilufer des Meeresarms bieten sich geradezu als Logenplatz an. Dazu kommt die einmalige Kulisse der Landschaft. Egal von wo aus man auch guckt, egal was auf dem Wasser geschieht - die Landschaft ist immer mit im Bild. Mit ihren sanften Hügeln, bewaldeten Hochufern, weiten Stränden und schroffen Kliffs. Dazu kommt heute das wunderbare Sommerwetter mit zarten Federwolken und einem frischen Wind aus Ost-Südost.
FLICA II passiert die "Schwiegermutter" als erste...
Wir entschließen uns nach Holnis zu fahren - allerdings über Land. Sonst wäre die Freude an den erwarteten Bildern der Yachten auf der Bahn zu kurz. Schließlich gehören sie immer noch zu den schellsten Einrumpfbooten. Als Standort wählen wir das Steilufer der Halbinsel Holnis oberhalb der berüchtigten, "Schwiegermutter" genannten, Untiefe gegenüber der alten Ziegelei bei Broager. Wir sind schon früh aufgebrochen. Vermutlich kommen viele Bootsbegeisterte und wir möchten doch mit ein paar unverstellten Bildern zurück kommen.
...HETI als letzte. Sie ist die älteste auf der Bahn -
und unsere heimliche Favoritin
Vorneweg: Die Eile hätten wir uns sparen können. Vermutlich sind wir heute die einzigen maritim Begeisterten am Ufer. Radler, Spaziergänger und Sonnenanbeter haben andere Interessen. So sind wir weitgehend alleine an dieser schönen Stelle, niemand macht die Plätze auf den Sitzbänken streitig und wir können geduldig auf die klassischen Rennyachten warten die hier vorbei kommen müssen. Es sollen acht Boote sein, darunter die 106 Jahre alte
THEA und VANITY V  
HETI und die 100-jährige THEA. Natürlich  als Lokalmathador auch SPHINX, die ehemalige "Ostwind" der Bundesmarine. Sie alle sind Konstruktionen der besten Yachtdesigner ihrer Zeit. Ihre Namen "Oertz", "Fife" "Anker" und "Abeking und Rasmussen" - um nur einige zu nennen - sind Legende. Während wir uns noch wundern, dass dieses spektakuläre Sport- und Kulturereignis so wenig öffentliches Interesse findet, kommen die ersten Segel hinter der Landzunge von Brunsnaes in Sicht. Weiße Segel und ein roter Spinnacker. Der muss zu SPHINX gehören; nur sie hat so
Und noch einmal HETI 
ein auffälliges Vorsegel. Aber dann: Ein Boot mit schwarzen Segeln zieht unerbittlich vorbei, rundet als erstes die grüne Tonne am Westende der Äußeren Förde. Später, im Yachthafen des FSC in Glücksburg erkennen wir darin FLICA II. Während das Regattafeld auf die rote Fahrwassertonne 12 zusteuert, die als "Schwiegermutter" berüchtigt ist, können wir von unserem Hochsitz durch einen schattigen Hohlweg zum Ufer herabsteigen um das Geschehen auf dem Wasser in Augenhöhe zu verfolgen. Denn jetzt wird es spannend. An dieser Stelle ändert der Wind die Richtung. Wie immer, so auch hier, folgt er dem Hochufer. Jetzt heißt es auf den Booten Segel wechseln. Schon rauschen die Spinnacker wieder runter und werden durch Klüversegel ersetzt. Selbst in der Entfernung sind die raschen Bewegungen an Deck der schnellen Boote zu sehen. Jetzt nur kein falscher Griff - und doch hat eine Yacht tatsächlich einen unrühmlich "Eieruhr" genannten Knoten im teuren Tuch. Schon ist die Chance auf einen der ersten Plätze vertan. Aber aufgeben gilt bei ihr anscheinend nicht. Während wir sie aus dem Blick verlieren, sieht es so aus als könnte sie einen Teil der Schlappe wieder gut machen. Zeit für uns, nach Glücksburg zu fahren. Wir wollen uns ansehen, wie die Boote einlaufen und das spannende Spektakel als Zuschauer verfolgen. Als wir ankommen, finden wir tatsächlich noch einen schattigen Parkplatz neben dem kleinen Noor am Quellental. Nach ein paar Schritten können wir auf die Stege gehen an denen die Teilnehmer der Klassiker-Regatta festmachen. Ungefähr zwanzig Meter lang sind die meisten von ihnen und nahezu ebenso viele Männer und Frauen wirbeln an Deck, sortieren Leinen und ziehen und schieben die schlanken Rümpfe in noch schlankere Boxen. Doch wo auch nur ein Pfosten oder gar ein Nachbarboot in die Nähe kommt wird warnend "Fender!" gerufen, um Schrammen oder Übleres abzuwehren. Glücklicherweise ist das Wort im englischen, dänischen und deutschen Wortschatz gleich. Unterschiedlich wie die Bordsprachen sind auch die Nationalen Farben die nach dem Festmachen gesetzt werden: Englisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch und Neuseeländisch können wir unterscheiden. Die Boote kommen aus vielen Ländern und wenn sie zusammen kommen, dann auf Regatten wie dieser heute in Glücksburg.