27.05.14 Winter ade

ABBI geht baden ....
Hier kommen ein paar Fotos von den Lüttfischern. Die hat Hans Herrmann Heyer gemacht und freundlicherweise zur Veröffentlichung freigegeben.
MINNA ROEDER auch ...
Sie entstanden heute und in den letzten Tagen und zeigen unter anderem, wie die Buttjolle MINNA ROEDER und die Kadrejerjolle ABBI zu Wasser gelassen werden. Damit ist auch für diese beiden Boote aus dem Lüttfischerhafen die Wintersaison endgültig zu Ende. Bei dem frischen bis stürmischen Ostwind steigt der Wasserstand im Hafen und ist am frühen Abend einen Meter höher als der Mittlere Wasserstand. Das reicht, um den Jollensteg zu überfluten. Wer jetzt noch im Lüttfischerhafen etwas erledigen will, muss schon die Hosen hochkrempeln, wie die beiden auf dem Foto von heute.


... ist aber noch nicht ganz dicht.
Fotos (3): Hans Herrmann Heyer




Der Jollensteg ist jetzt voll besetzt. Dazu werden in Kürze noch die Gäste der Rum-Regatta erwartet. Dann wird es bei den "Kleinen" wieder eng aber gemütlich zugehen. Das soll aber nicht heissen, dass sie auf der Regattabahn fünfe gerade sein lassen. In den letzten Jahren hat sich die Lüttfischer-Regatta zu einem sehr sportlichen Ereignis entwickelt, das immer mehr Beachtung findet. Sie beginnt am Donnerstag pünktlich um 12 Uhr im Flensburger Hafen. Sollte die heutige Wettervorhersage für den Himmelfahrtstag zutreffen, bekämen die Teilnehmer ideale Bedingungen für eine entspannte Regatta. Der Wind soll mit etwa drei Beaufort Stärke aus NE wehen. Aber "Vorhersagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen". Das gilt besonders auch für das Wetter. Also warten wir's ab.

Der Eindruck täuscht. Lüttfischer können garnicht übers Wasser laufen. Aber es wäre prktisch, wenn sie es könnten.
Foto: W. Kühn

25.05.14 Von oben gesehen

Auch heute ist das Bohlwerk Teil der Hafenpromenade. Man trifft sich, isst ein wenig, redet, schaut oder träumt. 
 
Von oben gesehen: Das Bohlwerk heute
So wie sich der Museumshafen heute zeigt, lässt er die kommende Rum-Regatta noch nicht einmal erahnen. Kaum zu glauben, dass in nur fünf Tagen alleine am Bohlwerk dutzende alte Segelschiffe liegen werden. Jagten, Snurrewadenkutter, Lotsboote, Belt-Boote, Skoiten, Smakken - viele unterschiedliche Typen. Alle geprägt vom ihrem früheren Zweck und Ursprung. Sie erinnern an die Zeit, als nur der Wind die meisten Schiffe antrieb und die Küstenschiffahrt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war. Das ist nicht einmal einhundert Jahre her. Dennoch sind die Zeugnisse der Arbeitswelt jener Zeit weitgehend aus dem Bild der Hafenstädte verschwunden. Das meiste, was Krieg, technischer Fortschritt und gesellschaftlicher Wandel übrigließen, wird heute in Museen aufbewahrt und pädagogisch ansprechend präsentiert. Schiffe gehören wegen ihrer Größe im allgemeinen nicht dazu. Das Bohlwerk während der Rum-Regatta ist einer der wenigen Orte, die annähernd zeigen, wie reges Hafenleben an den Küsten einmal ausgesehen hat. Nicht auf Bildtafeln oder alten Postkarten, sondern in voller Größe. Sozusagen zum Anfassen und anhören und auch zum riechen. 
Doch bleibt die Zeit nicht stehen. Die Szene der Traditionssegler wandelt sich. Gesetzgebung und Behörden bestimmen zunehmend die Richtung der Entwicklung. Sehr stark wird sich in wenigen Jahren der demografische Wandel auswirken. Weniger junge Menschen als früher können sich ihre Freizeit auf und mit traditionellen Schiffen vorstellen.
Was in dieser Situation zu tun ist, folgt anderenorts anderen Schwerpunkten. In diesem Jahr haben wir in Flensburg die spannende Möglichkeit zwei wichtige Organisationen kennenzulernen, die in diesem Bereich maßgeblich Einfluss nehmen.
Die eine ist die dänische Træskibssammenslutningen. Sie feiert eine Woche nach der Rum-Regatta erstmals ihr Jahrestreffen in Flensburg. In Deutschland gibt es keine vergleichbare Organisation. Aber es gibt eine, wenn auch kleine, Anzahl deutscher Schiffe, die Mitglied sind. 
Die andere ist die EMH (European Maritime Heritage) als europäische  Organisation.  Sie wird in diesem Jahr gleichzeitig in Flensburg tagen, um über die Situation in europäischen Ländern zu  sprechen und um Vorgehensweisen festzulegen. 
Während der Rum-Regatta vor einem Jahr

23.05.14 Noch eine Woche...

... bis zur Rum-Regatta. Sie findet bekanntlich immer am Samstag nach Christi Himmelfahrt¹) statt. Beim Schreiben dieses Artikels geht ein Regenschauer nieder, weil wir gerade eine unstabile Wetterlage mit Regenschauern haben. Da stellt sich die Frage nach dem Wetter zur Rum-Regatta.


Die Rum-Regatta ist auch bei wenig Wind reizvoll - zumindest optisch. Hier eine Hafenszene vom letzten Jahr

Die Prognosen für den Tag der Tage der Traditionssegler im echten Norden sind - bei aller gebotenen Vorsicht - bis jetzt noch positiv. Zwar soll es nach einem passablen Sonntag ab dem Wochenanfang bei sinkenden Temperaturen wieder häufiger regnen. Am "Vatertag" und dem kommenden Freitag können sich auch Gewitter hinzugesellen, heißt es. Am Samstag in einer Woche, also am Tag der eigentlichen Rum-Regatta, soll es angeblich wieder trockener werden. Jedoch gibt es neben Regen- auch Wermutstropfen zu verkünden: Der Wind wird den Trendmeldungen zufolge schwach anfangen und dann stark nachlassen. Erst in der danach folgenden Woche - in diesem Jahr auch "Traditionswoche" genannt - wird sich das Wetter beruhigen. Das behaupten jedenfalls hiesige Wetterfrösche.

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¹) Unter dem Namen "Vatertag" wegen des mitunter hohen Alkoholkonsums jüngerer und älterer Männer berüchtigt. Er hat seinen Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Also in dem Land, das seit dem Vietnamkrieg für alles und jedes kritisiert wird - außer für die Einführung des besagten Ehrentages der Väter. Das ist auch gut so, denn der "Vatertag", wie er hierzulande begangen wird, hat seinen Ursprung im Berlin Ende des 19. Jahrhunderts. Bei seinem Alter von mehr als einhundert Jahren und mit seiner ungebrochenen Tradition ist er sicherlich ein passender Auftakt der "Traditionswochen".



22.05.14 Fock mit Baum

Mancher kann die Begeisterung für alte Gaffelsegler nicht teilen. Soo viele Strippen, dazu die Flaschenzüge und die schweren  Stangen. Alles aus Holz. Wer soll das denn nur immer pflegen?
Wer so denkt, kann gerne auf moderne Kunststoffjachten mit klappernden Drahtfallen im Aluminiummast und teuren Winschen ausweichen. Jede Leine hat nur eine Funktion und wer dann immer noch die Übersicht verliert, braucht sich nur zu merken: Der Barber Hauler ist rot gestreift.
Womit wir bei den Vorsegeln wären. Es gibt allerdings einen Vorteil moderner Segelschiffe, den man auch als eingefleischter Traditionalist anerkennen muss. Die Fockschot hat auf heutigen Segeljachten in der Wende weniger Möglichkeit, festzuhaken.
Diese Belegnägel fangen sich die Fockschoten
in jeder Wende und Halse
Man ahnt ja kaum, wie fantasievoll diese Leinen sein können, wenn es darum geht, ein Manöver gründlich zu versauen. Unsere bleiben mit Begeisterung an den Belegnägeln am Großmast hängen. Das wäre leicht zu verhindern, wenn man die Halter einfach absägte. Allerdings sprechen zwei Gründe dagegen:
  1. Wer wird denn solch einen schönen alten Beschlag verschandeln?
  2. Die Fallen müssten an einer anderen Stelle belegt werden und die Schoten würden dort einfach weitermachen
Weil das  so ist, musste bisher bei Wenden und Halsen immer jemand nach vorne und die flatternden Leinen auf den rechten Weg bringen. Das ist im günstigsten Fall lästig, bei grobem Wetter gefährlich.
Das Problem wäre mit einer Selbstwendefock zu lösen. Dagegen sprechen allerdings die Kosten für einen Schotwagen auf dem Vorschiff. Der ist zudem eine üble Stolperfalle und die aufs Deck klappernden Blöcke sind ein bewährtes Folterinstrument.
Wir haben jetzt eine Baumfock ausprobiert und sind mit den Ergebnissen vollkommen zufrieden. Wenden und Halsen, bei wenig und bei viel Wind werden einhand gefahren und die Schot hat sich nirgends festgeklammert. Erfreulich ist der deutlich kleinere Wendewinkel auf der Kreuz.

Leider fanden wir für unseren Zweck wenig nützliche Informationen im Internet zu diesem Thema. Die meisten Beiträge schilderten alle möglichen theoretischen Probleme. Jedoch gab es wenig fundierte Beschreibungen oder Erfahrungsberichte. Der Fockbaum könne unkontrolliert steigen, wurde verschiedentlich vermutet und dann wäre das Segelprofil zum Teufel. Oft wurde gewarnt, dass der "Knüppel" unterschiedslos jeden vom Vorschiff prügelt, der ihm zu nahe kommt.
Beides blieb uns bisher erspart. Die Chancen, dass es dabei bleibt, sind nach den bisherigen Erfahrung sehr gut.
Manche Beiträge befassten sich mit der Frage, wo der beste Punkt für das Lümmellager des Fockbaums ist. Es ist tatsächlich so, dass ein nach hinten versetzter Drehpunkt bewirkt, dass der Zug auf das Unterliek bei dichten Schoten größer wird und damit das Segelprofil flacher. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Drehpunkt direkt unter dem Vorliek der Fock
auf allen Kursen zu einer gleich guten Strömung führt - wie die Windfähnchen (tell-tales) am Vorliek der Fock anzeigen.

Eine Einschränkung hat die selbstwendende Baumfock aber doch: Man kann das Segel nicht backstehen lassen, womit wir bisher die Wenden unterstützt haben. Jedoch gehen die Wendemanöver jetzt erheblich schneller. Deswegen ist dieser Trick nicht länger nötig. Zum Beiliegen reicht ein backstehender Klüver vollkommen aus.

Die Versuchsversion:
Eine gebrauchte Genua und Holz vom Baumarkt
Der Fockbaum wird an einer kleinen Klau auf der Spannschraube des Vorstags geführt. Das Unterliek wird durch einen Strecker eingestellt. Der Baum ist leicht und lässt zwischen Nock und Großmast genügend Platz  für einen gefahrlosen Durchgang. Um den Fockbaum nicht auf Biegung zu belasten, zieht die Schot an der Achse der Scheibe für den Unterliekstrecker. Das Schothorn wird durch ein Rack auf den Baum gezogen. Die Schot wird über zwei Blöcke am vorderen Deckshaus geführt. Sie sind weit genug auseinander, dass der Baum nur wenig steigt, aber weit genug von der Reling entfernt, dass die Schot dort nicht schamfielt. Von dort läuft sie durch einen Block am Fockbaum. Alle Blöcke sind Klappläufer. Auf einer Seite der Fockschot ist hinter der Leitöse eine Streckertalje fest angeschlagen. Sie übernimmt die Funktion der Schotblöcke an einer normalen Fock. Das Vorliek und das Achterliek sind länger als das der normalen, überlappenden Fock. Deswegen ist die Segelfläche nur einen halben Quadratmeter kleiner.
Die ganze Einrichtung wurde von uns zunächst für einen Versuch entwickelt, ohne weitere Änderungen am Schiff. Der Versuch sollte wenig kosten und der vorherige Zustand sollte jederzeit wiederhergestellt werden können. Hätte das Ergebnis nicht befriedigt, hätten wir immer noch an Erfahrung gewonnen. Aber wir sind mit unserem Versuch sehr zufrieden und werden die Baumfock behalten. Vielleicht werden wir sie in einem späteren Schritt mit einer Reff-Möglichkeit versehen. Aber wir können auch eine Sturmfock auf herkömmliche Weise anschlagen.

P.S. ein kleiner Tipp zum Schluss: Es hat sich bewährt, vorm Segelsetzen den Unterliekstrecker  zu lösen.

18.05.14 Unter den Wolken

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein", sang Reinhard Mey im Jahr 1974. Vierzig Jahre später ist es unter den Wolken auch ganz nett.
In vieler Hinsicht ist jetzt eine der schönsten Jahreszeiten für Fahrtensegler. Vor der Urlaubssaison findet sich immer noch ein ruhiger Ankerplatz. Das Gedränge an den Brennpunkten der "Wasserautobahnen" ist noch überschaubar und die Temperaturen sind durchaus erträglich. Wenn dann noch ein brauchbarer Wind weht, bleibt nicht mehr viel zu wünschen übrig.
Während der letzten Tage war das Wetter mittelmäßig, kühl und es regnete immer wieder. Der Wetterfrosch sprach von den Eisheiligen und versprach zum Wochenende Besserung. Ein Hoch weite sich von Westen aus, hieß es, und die Tiefs zögen nach Osten ab. Also verschoben wir unsere Pläne auf das Wochenende.


Anprobe:
CHARLOTTE bekommt neue Kleider
Alles neu macht der Mai, spricht der Volksmund. Liegt es am Frühling oder liegt es an der Rum-Regatta, die in knapp zwei Wochen beginnt? Vielleicht an beidem. Sicher ist, dass CHARLOTTE, unsere, bislang "nackte", Nachbarin, neue (Segel-)Kleider bekommt. In dezentem Beige, très chic. Als wir Freitag Mittag zu unserem Liegeplatz kommen, werden gerade die neuen Textilien angeschlagen. Allerdings ohne das Segelzeichen "L 70", das an ihren Ursprung erinnerte, als sie noch im Lymfjord auf Fischfang fuhr. Aber vom Flair des Alten war nach dem refit ohnehin nicht mehr viel übrig geblieben. Während der letzte Eigner sein Schiff gerne etwas "loddelig" hatte, verfolgt der jetzige eine andere Linie. Die Zeiten ändern sich eben. Wer mag schon entscheiden ob blätternde Farbe und verspakte Segel besser in einen Museumshafen passen? Ideales Wetter zum Segel anschlagen, denn kaum ein Hauch bewegt die Luft. "Flaute aus nördlicher Richtung" wäre die passende Bezeichnung dafür. 
Wir jedoch wollen segeln, haben Essen und Trinken für ein paar Tage gekauft und fragen uns: "Was tun?" Für eine leichte Jolle noch ausreichend, hätte uns der sanfte Hauch in zehn Stunden etwa fünf Meilen vorangebracht, fast bis zu den Ochseninseln.
ALBATROS, gefolgt von ...
... SEUTE DEERN
Also musste "Sir Henry", wie wir unser eisernes Segel nennen, zu Hilfe kommen. Wir trösten uns damit, dass Motoren auch immer wieder warm gefahren werden müssen, sollen sie nicht vorzeitig altern. Also geht es mit Marschfahrt Richtung Holnis Enge. Von Weitem sehen wir schon die Silhouette zweier Traditionssegler. Im Näherkommen erkennen wir ALBATROS und SEUTE DEERN. Sie werden wohl wieder einmal in Flensburg die Crew wechseln. Obwohl sie alle Segel gesetzt haben und aus der Flaute immerhin eine schwache Brise wurde, laufen ihre Maschinen mit. Na klar, sie werden ihren Fahrplan haben und den müssen sie einhalten. Uns reicht es aber und in der Rinkenæs Bugt ist endlich Ruhe im Schiff, und mit den Segeln am Mast steigt die Stimmung. Eine Anzahl moderner Jachten pflügen durch das Wasser. Sie wären unter Segeln sicherlich doppelt so schnell wie wir, aber das scheint nicht genug zu sein. Überall brummen die Motoren, während wir die Langsamkeit entdecken. 
Der nördliche Wind schiebt uns um die Schwiegermutter und um die Ecke von Brunsnæs in die äußere Förde. Irgendwann kommt Kragesand in Sicht. Dort nimmt der Wind zu und unsere Geduld wird endlich belohnt. Mittlerweile haben wir nicht nur ordentlich zu Mittag gespeist, auch Nachmittagskaffee ist längst getrunken. Eine Rotte Segeljachten kommt von achtern auf. Alle unter Vollzeug, die Maschine läuft mit. Unseren Ankerplatz erreichen wir unter Segeln kurz vor Dämmerung. Wo der Anker fällt, setzen wir, wie gewöhnlich, die Markierungsboje. Nun schläft auch der Wind wieder ein. Die Sonne sinkt über dem spiegelnd glatten Wasser. 
In der Nacht hören wir ein Motorboot dicht vorbei fahren. Da es ohnehin Zeit für die Toilette ist, werfen wir einen Blick nach draußen. Der Blick reicht höchstens zwanzig Meter weit. Dichter Nebel hat uns eingehüllt, von der Ankerlaterne hell erleuchtet. Schwalben zwitschern über den Masten. Plötzlich tauchen sie auf, landen auf der Reling und putzen aufgeregt ihre nassen Federn. 

Vormittags hebt sich der Nebel und ein strahlender Sonnentag beginnt mit einer angenehm warmen Brise. Weit und breit ist kein anderes Schiff zu sehen. Kein Geräusch stört den Frieden. Nur hin und wieder quaken ein paar Enten. Wo mögen die Schwalben geblieben sein?

Am nächsten Morgen verspricht der Wetterbericht NE drei bis vier, abnehmend,
Die Ankerboje am Morgen danach
E drehend, später Schauerböen. Wir entscheiden uns, nach Flensburg zurück zu segeln.  Beim Ankeraufgehen vermissen wir die Ankerboje. Nur noch ein winziger Rest baumelt an der Trippleine. Nun ja, bei Nacht und Nebel passiert so allerlei. Diebstahl kann wohl ausgeschlossen werden.
 
Jetzt, am Sonntag, ist die Sønderborg Bugt von vielen Segeljachten belebt. Viele segeln "dänisch", also mit gleichzeitig laufender Maschine. Vielleicht haben sie Notrufe erhalten und müssen schnell nach Hause, denken wir und freuen uns, dass uns das erspart bleibt. Die Windrichtung ist günstig um außer dem
Unter den Wolken
"großen" Klüver (30 m²), dem Toppsegel ( acht m²) auch das Besan-Stagsegel (38 m²) zu setzen. Und natürlich auch, um die Baumfock weiter zu testen. So kommen wir insgesamt auf 147 m² bei raumem Wind. In der Äußeren Förde kommt eine große klassische Jacht entgegen. Was für ein schönes Schiff! Wir philosophieren über die Entwicklung des Segelsports im Laufe der Zeiten. Da sehen wir, jetzt schon wieder bei Brunsnæs eine moderne Rennjolle. "Es ist alles schon mal dagewesen" passte da genau ins Bild. Was sonst soll man denken bei dem Segel dieser kleinen high-Tech Maschine? Der Umriss ähnelt doch sehr dem Gaffelsegel samt Toppsegel auf Gaffelseglern von vor mehr als einhundert Jahren.