15.04.14 Jacht in der Flensburger Förde entmastet

Die havarierte Jacht im Schlepp der WERNER KUNZE
Foto: DGzRS
Der gestrige Sturm wurde einer 14 Meter langen Jacht auf der Flensburger Außenförde zum Verhängnis. Bei Windstärke acht auf der Beaufort-Skala ¹) brach das Achterstag. Zusätzlich geriet eine Leine in die Schraube. Damit war das Schiff manövrierunfähig und trieb bei dem stürmischen Wind aus Nordwest auf die Südküste der Förde zu. Der Skipper rief über Kanal 16 um Hilfe; die kam rasch. Als das Seenot-Rettungsboot WERNER KUNZE die Schleppverbindung hergestellt hatte, war die Jacht nur noch eine halbe Seemeile vom Ufer entfernt. Die Rettungsaktion war beendet, als der Schleppverband den Hafen Langballigau erreichte.
Ob Personen zu Schaden gekommen sind, ist derzeit nicht bekannt.

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¹)  entspricht einer Windgeschwindigkeit von 62 bis 74 km/h

15.04.14 Rum-Experiment

In Flensburg, der Stadt des Rum, wo die Rum-Regatta (1979) und der Regatta-Rum (2001) erfunden wurde, ist das Interesse an allem was mit Seefahrt und Rum zu tun hat entsprechend hoch. So fiel auch eine Mitteilung im Flensburger Tageblatt von heute ins Auge. Darin zu lesen war, dass A.H. Johannsen, das älteste Rum-Haus der Stadt, den Nachweis führen konnte, das
UNDINE in Flensburg
Rum, in einem Holzfass monatelang auf einem Segelschiff über Salzwasser geschaukelt ein ganz besonderes Aroma entwickelt. Das soll damit zusammenhängen, dass die Bewegungen das edle Getränk besonders innig mit der Luft im Fass verbindet und dazu die besonderen Einflüsse des Holzfasses!
Freunde des alten Seemannsgetränks können bei dieser Vorstellung schon einmal ins Schwärmen geraten.

Im Januar landete der einzige Segelfrachter Deutschlands, der Schoner UNDINE aus Flensburg, ein Fass mit 270 Litern Rum an, das elf Monate lang im Laderaum des alten Seglers zwischen Hamburg und - nein nicht Tahiti - sondern Sylt hin und her transportiert wurde. Ab heute soll der mittlerweile 14 Jahre alte Brand bei der altehrwürdigen Rum-Destille zum Verkauf angeboten werden.

ALEXANDER von HUMBOLDT II
Foto: shz
Derweil läuft ja auch noch das Experiment, an dem die jüngste deutsche Dreimast-Bark, ALEXANDER
von HUMBOLDT II, beteiligt ist. Sie hat bekanntlich seit Juni des letzten Jahres ebenfalls ein Fass Rum an Bord. Das sollte ursprünglich nach Brasilien und zurück reisen und dabei zweimal die Äquatorlinie queren. Als "Linienrum" hätte er an eine lang zurückliegende Tradition anknüpfen sollen. Allein - es sollte nicht sein. Aber das Fass wurde immerhin bis nach Teneriffa und die Kanarischen Inseln über den Atlantischen Ozean gesegelt. Mittlerweile ist der Großsegler wieder in Bremerhafen angekommen und mit ihm - so ist zu hoffen - das Fass samt Inhalt.

Damit können besonders sensible Zungen demnächst herausschmecken, welchem Rum die Reise besser bekommen ist: Dem vom Atlantik oder dem aus der Deutschen Bucht.

13.04.14 Frühjahrsputz im Museumshafen


ca. 2500 m² und drei Mann mit 'ner Spritze
"Das ist aber viel Arbeit" sagen viele Passanten, wenn sie einen
Traditionsschiffer bei der Schiffspflege beobachten und es klingt, als ginge es um eine ansteckende Krankheit. Ist es aber natürlich nicht. Schließlich machen sie das ja freiwillig, also gerne. Außerdem ist die Infektionsgefahr gering. Wäre sie es nicht, hätte der Verein mehr Nachwuchs.
Die Arbeit gestern war nicht freiwillig, denn gestern war "Arbeitsdienst" angesetzt. Denn auch wenn niemand knurrte, hätte mancher lieber an seinem Schiff gearbeitet, zumal das Wetter gut war.
Wer ein Holkzschiff hat, kann auch eine Holzhütte pönen
Der Verein unterhält zwei Häfen, ein Vereinsheim, ein gastronomisches Zugpferd und das Wahrzeichen des Stadthafens. Alle diese Immobilien müssen natürlich ebenso gewartet werden, wie die Schiffe im Hafen.
Das Bohlwerk, die Anlegebrücke, ist das zentrale Bauwerk des Vereins. Es ist zwar nicht Eigentum, aber auch ein gepachtetes Objekt muss gepflegt werden. Das bedeutet in unserem Fall, dass geschätzte 2500 m² mit dem Hochdruckreiniger von Schmutz und Bewuchs befreit werden müssen. Geschieht das nicht, finden Pilze und andere Holzschädlinge Idealbedingungen für ihr Zerstörungswerk. Ist es feucht, kann es auch sehr glatt, und damit gefährlich für die Passanten werden. Leider haben einige dafür kein Verständnis und meckern über die Arbeiten. Im letzten Jahr wurde auch schon mal die Polizei gerufen. Die hat einen Spritzschutz verlangt. Da muss man erst mal drauf kommen.
Frühjahrsputz im Jollenhafen
Auf dem Bohlwerk steht eine gastronomische Besonderheit Flensburgs. Hier bereitet Ben die "letzten Fischbrötchgen vor der Grenze". Täglich bilden sich lange Schlangen von geduldig wartenden Besuchern. Manche Touristen unterbrechen sogar ihre Reise um hier einzukehren. Nun war das Gebäude unansehnlich geworden. Nach dem Einsatz der Crew der BODIL ist alles wieder sauber unter Farbe.

Im Lüttfischerhafen wurden der Ofen und Festmacherdalben gesichert. Die Pfähle haben jetzt Abdeckungen aus Blech. Das soll sie vor dem Verrotten schützen. Mal sehen, wie gut das wirkt.

Flensburger Hofkultur
Auch der Hof des Vereinshauses hatte eine Menge Moos angesetzt. Nun sind die Wände wieder leuchtend weiß, die Beete wurden ausgeputzt. Blätter hatten die Regenrinnen in Feuchtbiotope verwandelt. Nun hat auch hier die Kultur wieder die Oberhand, zumindest für eine Weile.

Nur der Historische Krahn, Wahrzeichen des Museumshafens und der Stadt zugleich, muss noch auf eine grundlegende Reparatur warten. Der Aufwand ist zu groß. als dass er im Rahmen eines eintägigen Arbeitseinsatzes instand gesetzt werden könnte. Aber die Suche nach Sponsoren soll schon angelaufen sein.


Essen und trinken kamen auch nicht zu kurz.

11.04.14 ARTE: Klar zur Wende!



Die moderne Jacht wurde entwickelt, als die gewerbliche Segelschifffahrt  zuende ging. Nun könnte es sein, dass die moderne Jachtentwicklung Grundlage einer künftigen gewerblichen Segelschifffahrt wird. Der heutige Beitrag im deutsch-französischen Kulturkanal ARTE entwickelte auf diese spannende These am Beispiel der TRES HOMBRES und UNDINE, zwei letzten segelnde Frachtschiffen Europas. Ihre Reeder wollen die Idee von einer nachhaltigen Frachtschifffahrt unter Segeln Wirklichkeit werden lassen und entwickeln gemeinsam mit Fachleuten für Schiffbau und Hydrodynamik aus Wissenschaft und vom renommierten Jachtentwickler von Dijkstra  moderne Konzepte für die Wiederbelebung der einst erfolgreichen Windjammer.

Dieses Thema wird vertieft durch Beispiele und Erkenntnisse aus der Metereologie, der Umweltforschung und der Ökonomie.

Wer sich die Sendung ansehen möchte, kann es HIER tun.

 

11.04.14 Brandstiftung im Flensburger Hafen

Brennende Boote im Hafen
Foto: Flensburger Tageblatt
Heute Morgen berichtet das FLENSBURGER TAGEBLATT über einen hierzulande glücklicherweise seltenen Fall von Brandstiftung, dem vier Jachten zum Opfer fielen; Menschen kamen nicht zu schaden. Die Polizei hat einen 16-jährigen Jugendlichen gefasst. Er soll die Tat gestanden haben. Als Tatmotiv ermittelte die Polizei des Jungen "Affinität zu Feuer".