12.11.15 GRETA kommt näher

Jetzt kommt noch eine große Plane drüber, dann kann GRETA auf den Beginn der Restaurierung warten.


























Die erste Etappe ist geschafft. Heute Nachmittag erreichte der Bootstransporter mit dem alten Elbfischer GRETA aus der Gründungszeit des Museumshafens die Werft Chr.J. Skibs & Bådbyggeri in Egernsund. Er wurde von einer Gruppe aus dem Museumshafen Flensburg erwartet, wo der alte Fischereisegler aus dem Jahr 1909 künftig festmachen soll. Die Reise von Hamburg nach Egernsund war störungsfrei, was allgemein als gutes Omen gewertet wurde. Somit können die Initiatoren aus dem Musuemshafen und drumherum weiter an einem hoffentlich störungsfreien Verlauf des Rettungsprojektes arbeiten. Denn was an dem in mehrfacher Hinsicht historischen Schiff zu tun ist, läuft augenscheinlich darauf hinaus. Die Planken am Rumpf sind teilweise stark geschrumpft und der
Der oeiginale SABB.Schiffsdiesel ist auch dabei
Foto: Sabine Große-Aust
Achtersteven hat auch schon bessere Tage gesehen. Bootsbauer der Werft haben das Schiff noch beim bisherigen Eigner inspiziert und ein Angebot für die Beplankung ist auch schon vorhanden, war zu erfahren. Es bedeutet, dass der Rumpf mehr als nur einen Pott Farbe braucht, bis das Traditionsschiff wieder so aussieht, wie ein Schiff im Museumshafen aussehen soll. Doch "obenrum ist alles in Ordnung, auch das Rigg und die Segel", sagt einer, der es wissen muss.
Nun wartet der alte Fischkutter im Winterlager der dänischen Werft, bis die Arbeiten an FRIEDA von HADERSLEBEN abgeschlossen sind und die Werfthalle wieder frei ist. Wir haben in den HAFENMELDUNGEN
Der Achtersteven benötigt noch Zuwendung
mehrfach über die umfangreichen Arbeiten an FRIEDA berichtet. FRIEDA war zusammen mit GRETA bei der Gründung des Vereins Museumshafen dabei.
Bis die Arbeit beginnt, soll sich der Förderverein zusammenschließen. Die gesetzlich notwendigen Gründungsmitglieder sind schon bekannt. Auch für die Satzung gibt es schon Ideen. Einige Schiffe im Historischen Hafen werden durch Fördervereine erfolgreich betrieben. Das "Gewusst wie" ist von daher vorhanden. Nun werden noch weitere Mitglieder gesucht, die mit Rat, Tat und Geld dem handigen Schiff zu einem neuen Leben verhelfen.

Ansprechpartner sind:
Günther Wulf
E-Mail: guenthi@foni.net,
Tel: 0049-0461 24628
mobil: 1724526444

oder
Museumshafen Flensburg e.V.
E-Mail: info@museumshafen-flensburg.de ,
Tel.: 0049 461 2 22 58,
oder 
Sabine Große-Aust
mobil: 0152 26088082

11.11.15 Leinen eingeholt

Legt ein Schiff ab, lautet das letzte Kommando "Leinen ein!" Sie werden jetzt nicht mehr benötigt, halten sie doch das Schiff im Hafen, den es gerade verlassen will. Sind sie gelöst, kommt die Rückmeldung "Leinen sind eingeholt". Jetzt ist das Schiff frei und kann fahren, wohin es will.


Der Rügenwalder Kutter AURORA von ALTONA lag bis Anfang des Jahres auf dem Liegeplatz in der Mitte des Bohlwerks. Dann reiste er ab und nur seine Festmacherleinen zeigten, dass der Liegeplatz "besetzt" ist.  
Heute sammelte der Eigner die dicken Leinen ein. Sie werden an einem neuen Liegeplatz gebraucht. Dort läge man ruhiger und näher beim Lieblingsrevier in der Dänischen Südsee, sagte er. Aber an der nächsten Rum-Regatta wolle er auf jeden Fall wieder mit seinem Schiff teilnehmen. Dann packte er die Leinen in sein Auto und fuhr weg.

10.11.15 ANNA ELISE geborgen

ANNA ELISE am 25.07.2013 in Flensburg
Erst jetzt erhielten wir die Nachricht, dass der Haikutter ANNA ELISE  am 02. November im Øresund südlich des Prøvestenen einen Dringlichkeitstruf abgesetzt hat und daraufhin zum Amerikakai imn Kopenhagen geschleppt wurde. An Bord befanden sich 16 Personen. Die Ursache der Havarie wurde nicht berichtet.
Das Schiff wurde 1932 von J. Christoffersen auf Fanø für den Fischfang in der Nordsee gebaut und fuhr unter dem Namen NIELS RUD E454 für Ole Jensen Rud in Esbjerg. Sie ist 25 Meter lang, 5,02 Meter breit, hat 2,35 Meter Tiefgang und eine Segelfläche von 240 qm. In den Jahren 1980 bis 84 wurde sie zum Traditionssegler umgebaut.
ANNA ELISE war im Juli 2013 zu Gast im Flensburger Hafen.

10.11.15 Termine, Termine!

Aktuell zum Thema "Flüchtlinge" erinnert das Flensburger Schifffahrtsmuseum an eine Veranstaltung, die von der Flensburger Amnesty International-Gruppe präsentiert wird.

Aus der friedlichen Protestbewegung in Syrien hat sich ein grausamer Krieg entwickelt. Millionen Menschen sind auf der Flucht, Hunderttausende wurden getötet, verletzt oder sind in Haft. Auch viele Intellektuelle und Künstler mussten aufgrund individueller Verfolgung das Land verlassen, nur einige wenige sind geblieben. Die Flensburger Amnesty International-Gruppe präsentiert am Donnerstag, 12. November um 19.30 Uhr im Schifffahrtsmuseum eine Lesung zu diesem Thema mit Larissa Bender. 
In ihrem Sammelband "Innenansichten aus Syrien" hat die Journalistin, Übersetzerin und Dozentin Beiträge von syrischer Schriftstellerinnen und Schriftstellern zusammengestellt, die von innen heraus, also aus syrischer Perspektive zeigen, wie die Menschen ihr individuelles Schicksal und die Zerstörung ihrer Heimat erleben. An dem Abend im Schifffahrtsmuseum wird Larissa Bender zudem aus dem Reisebericht "Die gestohlene Revolution" von Samar Yazbek lesen. (Eintritt frei) 

08.11.15 GRETA kehrt zurück

GRETA im Jahr 1979, als der Museumshafen gegründet wurde
Als FRIEDA von Hadersleben den Museumshafen vor drei Jahren verließ, gab mit ihr das letzte Schiff den Liegeplatz am Bohlwerk auf, das schon bei der Gründung des Vereins dabei war. Jetzt aber kommt ein Schiff zurück an den Ort "wo alles begann", nämlich GRETA, der frühere Elbfischer mit dem Fischereikennzeichen HF 461 aus dem Jahr 1904.
GRETA heute, vor der Rückkehr in den Museumshafen
Noch steht sie "hoch und trocken" in einer Hamburger Bootshalle, wo sie die letzten Jahre überdauerte. Im Rahmen eines Eignerwechsels wird sie an einen Verein übergeben, der  sich als Freundeskreis künftig um sie kümmern will. Schon am Donnerstag soll sie in Egernsund auf der Werft von Christian Johnson eintreffen, wo ihr Rumpf fachgerecht überholt wird. Sie könnte also bereits im nächsten Frühling wieder im Museumshafen am Bohlwerk dauerhaft festmachen.

"Der „Förderverein Greta“ wird sich um den Aufbau und den Erhalt des Schiffes im Museumshafens kümmern." so Sabine, Vorsitzende des Museumshafens. "Mit diesem neuen Vereinsschiff und dem Förderverein möchten wir Nachwuchs als Mitwirkende für den Museumshafen gewinnen." Sie fährt fort: "Zurzeit ist ein Förderverein in Gründung. Mitglieder dieses Vereins und Alle, die Freude daran haben, mit der GRETA ein Vereinsschiff im Museumshafen Flensburg zu betreuen, an Aufbau und Erhalt mit zu wirken und natürlich auch zu segeln, sind dazu herzlich eingeladen. Schon auf der Werft in Egernsund können sie als GRETA-Crew mit Hand anlegen".
Wer mitmachen möchte, kann den Förderverein GRETA erreichen unter:

Günther Wulf: guenthi@foni.net, Tel: 0461 24628 mobil: 1724526444
oder auch
Museumshafen Flensburg,
E-Mail: info@museumshafen-flensburg.de ,
oder Telefon:
0049 461 2 22 58,
oder  Mobil:
Sabine Große-Aust: 0152 26088082
ein erster Kontakt ist auch am 12. November um 15:00 Uhr auf der Werft C.J. Skibs og Bådebyggeri ApS, Havnevej 15, Egernsund, Dänemark