04.10.15 Apfelfahrt

Verkauf ab Schiff - früher ein gewohntes Bild in den Häfen
der Küstenfahrt.
Die Apfelflotte in Glücksburg
Kaum zu glauben wie schnell das Jahr vergeht! Jetzt sind es tatsächlich nur noch vierzehn Tage bis die Apfelfahrt auch schon wieder vorbei ist.  Diese traditionsreiche Veranstaltung des Traditionvereins Museumshafen Flensburg bietet zwei Attraktionen: Der Apfelmarkt auf dem Bohlwerk lockt wie in jedem Jahr seit 1980 zahlreiche Besucher zu den Liegeplätzen der alten Segelschiffe. Dort werden Äpfel aus der Region, Obst, Gemüse, Fisch, saure Gurken, Kräuteressige, und Meersalz in der Mühle, Marmelade und und und verhökert. Für Kinder gibt es wieder spannende Spiele. Wie jedes Jahr könne sie auch heuer wieder ihren eigenen Apfelsaft pressen! Der Maronimann fehlt natürlich auch nicht und Güntis Punsch wird sicherlich auch wieder seine Liebhaber finden. Wer das Geschehen bei Kaffee und Kuchen sitzend auf sich wirken lassen möchte; wird auch in diesem Jahr beim Apfelcafé einkehren können. Wie beim Museumshafen üblich wird es vermutlich auch in diesem Jahr in letzter Minute Änderungen geben. Egal was geboten wird, die Mitglieder freuen sich auch diesmal darauf, den Besuchern eine schönen Aufenthalt zu bieten. Alle sind  Amateure und bereiten wie in jedem Jahr eine kurzweilige Marktszene vor.


Es ist kein Geheimnis, dass der Apfelmarkt das Budget des Vereins aufbessern soll. Es wird in diesem Jahr ziemlich strapaziert, soll doch der "Historische Krahn von 1726" bis zur Rum-Regatta im
Hier gibt's Saures
nächsten Jahr wieder seinen angestammten Platz einnehmen.  Alle Einnahmen fließen in dieses gemeinnützige Projekt.
Apfelsaft machen - bei Kindern sehr beliebt
In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal einen Kalender des Museumshafens. Zwölf Monatsblätter im Format DIN A3 mit liebevoll detaillierten Bleistiftzeichnungen in sehr guter Druckqualität zeigen Motive rund um die Traditionsschifferei. Sie öffnen einen neuen Blick auf die Kulturarbeit mit und an den alten Schiffen. Von der limitierten Auflage sind schon heute, zehn Tage nach der Ankündigung, mehr als ein Fünftel vergriffen. Wer sicherstellen möchte einen Kalender zu bekommen, sollte deshalb jetzt reservieren, zumal der Preis vor dem Monatsende deutlich günstiger ist.
Zu dem Apfelmarkt kommt als weitere Attraktion das Geschehen auf dem Wasser. Freitags laufen die Traditionssegler wieder Glücksburg an. Die Reise beginnt mittags am Bohlwerk und wer  mag, kann zum Beispiel auf FULVIA oder PIROLA mitfahren. In Glücksburg werden wieder etwa eine Tonne Äpfel aus regionalem Anbau in einer Gemeinschaftsaktion an Bord der Schiffe geschafft, ganz ohne Technik, einfach in einer langen Menschenkette - eben so, wie früher. darüber hinaus bietet der Eigner der FULVIA weitere Fahrten an (Siehe Seite "Terminübersicht 2015"). Auch der Erlös daraus kommt ausschließlich dem Verein zugute.

Die dänische Gemeinde Kollund wird den Apfelmarkt auf dem dortigen Anleger nicht weiter unterstützen. Deshalb fällt diese Partnerveranstaltung aus. Sie hat in den letzten Jahren viele Besucher aus Dänemark und Deutschland angezogen. Der Vollständigkeit wegen muss auch gesagt werden, dass der Museumshafen für die Apfelfahrt nie öffentliche Mittel erhalten hat. Wozu auch, er ist ein gemeinnütziger Verein.

02.10.15 DAGMAR AAEN mit Kurs auf Brasilien

Mittlerweile hat das rote Expeditionsschiff von Arved Fuchs auf seiner Reise zum Kap Hoorn den westafrikanischen Staat Guinea-Bissau verlassen. Das Internet-Logbuch der Reise veröffentlichte heute einen neuen Bericht. DAGMAR AAEN ist seit dem 14. September außerhalb der Reichweite des terrestrischen AIS-Systems und damit für die HAFENMELDUNGEN "unsichtbar". Zwar gibt es auch eine Satelliten-basierte Information über Position, Kurs und Geschwindigkeit, aber wegen der (vermutlich gerechtfertigten) Kosten müssen wir darauf leider verzichten.

01.10.15 Die Förde leuchtet

Wohl dem, der in diesen Tagen Zeit hat, um aufs Wasser zu gehen! Auf der Inneren Flensburger
Förde gab es von diesen Glücklichen eine ganze Menge. Bei angenehmen 3 bis fünf Windstärken aus West zogen sie ihre Bahn - Damensegeln vom Feinsten. Auf Steuerbordbug bis Holnis, auf Backbordbug zurück in den Hafen. Und um dem Glück noch einen kleinen Höhepunkt aufzusetzen: Wir misstrauten der Windvorhersage von 2-3 Beaufort und ließen den Leichtwind Klüver (Code Zero, 40 m²) eingepackt und setzten statt seiner den Klüver 2 (30 m²). Der war immer noch groß genug um die zwanzig Tonnen der WIEBKE BOHLEN auf sechs Knoten zu beschleunigen und bescherte uns einen schönen Segeltag ohne Stress.
Schon durch das glasklare Sonnenlicht war der Tag ein Geschenk Gottes. Die Ufer, die Segelboote ringsum schienen zu schweben und der angenehme Wind, die noch wohltuende Wärme waren wie ein letzter Sommergruß.  Bewohner der bayrischen Hauptstadt sagen bei solchem Licht "München leuchtet". Heute leuchtete auch die Förde.

01.10.15 Hochzeit

Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) hat in diesen Tagen wieder einen Neubau zu Wasser gelassen. Nach einer Serie von Roll-on/Roll-off Schiffen, ist es diesmal ein "Well Intervention Vessel". Das ist ein Spezialschiff für Arbeiten an Ölförderinstallationen. Das klingt sehr technisch und ist es wohl auch. Die HELIX 1 - so heißt das Schiff - hat zum Beispiel Kräne, die Lasten bis 250 Tonnen noch in 3000 Metern Wassertiefe ruhig an der Stelle halten können. Wer sich nicht vorstellen kann, wie schwierig das ist, sollte mal vom Balkon im vierten Stock bei Wind einen Gegenstand an einem Seil in einen Eimer bugsieren. Der Rumpf der HELIX 1 wurde in der großen Wefthalle gebaut und gestern seinem Element übergeben. Heute wurde das Deckshaus mit zwei großen Kränen vorsichtig auf das Vorschiff herabgelassen. Auch das ein Meisterstück der Präzision. Wir segelten just zu dieser Zeit aus dem Hafen. Als wir drei einhalb Stunden später zurückkamen, schwebte das tonnenschwere Bauteil dicht über dem Rumpf.

01.10.15 Gesunkener Schoner gehoben

Der Untergang des kanadischen Schoners  DOWN NORTH in einer plötzlichen Windböe in der Nacht zum 31. Mai d.J. in der Pommerschen Bucht wurde weithin beachtet. Alle 12 Menschen an Bord konnten gerettet werden, aber ein 54-jähriger Mann starb nach seiner Rettung an Herzversagen (die HAFENMELDUNGEN berichteten). Gestern wurde das Wrack des Seglers gehoben. Es wurde in den Hafen von Swinemünde verholt.