05.03.13 Bullauge im Herrenstall

Für Freitag, den 08. März um 20:00 Uhr lädt der Verein Museumshafen Flensburg zu einem Vortrag ein. Gerd Büker, der sich um die Vortragsreihe "Bullauge" verdient macht, schreibt hierzu:
"Lüttfischerabend im Herrenstall

Was andere für Beiboote halten, waren seit Jahrhunderten vollwertige Arbeitsschiffe an den Küsten von Nord- und Ostsee.
Was man mit den Sjekten, Smakken und den anderen „Lüttfischern“ aus der Sammlung des Museumshafens anstellen kann, darüber wird am Freitag 08.03. um 20h im Vereinshaus des Flensburger Museumshafens im Herrenstall 11 in Wort und Bild berichtet. Auch die Geschichte der Entstehung und die komplette Erneuerung der Steganlage des Lüttfischerhafens im Frühjahr 2012 wird dargestellt.
Lüttfischerhafen
Fotos: H. Luckhardt
Vortrag Hannes Luckardt-Unterelbejolle MINNA ROEDER /Hännes Heyer-Arendal-Sjekte HILDING
             
Mitglieder, Förderer und Interessierte sind herzlich willkommen
Anschließend Klönschnack in unserer „Kneipe“.....

Museumshafen Flensburg e.V.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Büker
Schiffshistorisches Archiv Flensburg
Tel.:       04605 – 189630
Mob.:    0171 - 3612592"
Wer also nichts Besseres vorhat, hat jetzt vielleicht etwas vor. Falls jemand noch nicht eines der historischen Häuser der Flensburger Altstadt von innen gesehen hat, kann es bei dieser Gelegenheit nachholen. Wo zur Zeit der Segelschiffe in einer Schmiede Schiffsbeschläge  hergestellt wurden, ist jetzt die gemütliche kleine Vereinskneipe. Schaut mal 'rein!
Alle Termine der Veranstaltungsreihe sind in der Seite "Termine" zu finden.


05.03.13 HAFENMELDUNGEN werden 1

Zu den ganz wichtigen Meldungen fehlt im Augenblick der Stoff und die  Spätfolgen einer heimtückischen Krankheit binden derzeit die Aufmerksamkeit der Hafenmelder. Dennoch bleibt Zeit und auch der Wunsch, den Lesern der HAFENMELDUNGEN herzlich für die Anhänglichkeit zu danken. Anlass ist der erste Geburtstag dieses Tagebuchs für Liebhaber und Freunde traditioneller Segelschiffe, die am Leben rund um das Flensburger Bohlwerk interessiert sind.

Heute vor einem Jahr erschienen die ersten HAFENMELDUNGEN. Damals noch mit Berichten aus den letzten zwei Monaten.  Mehr als zweiundzwanzigtausendmal wurde dieser Blog seitdem besucht. Dafür herzlichen Dank! Wie ein angenehmer Nachbar sagte: "Das habt ihr davon. Ihr habt nun damit angefangen und so viele Leser gewonnen.  Jetzt dürft ihr nicht mehr aufhören."

Wollen wir auch nicht, wir müssen nur momentan ein wenig kürzer treten. Dafür bitten wir um Verständnis.

01.03.13 Knoten des Tages: Türkenbund

Jetzt kommt etwas aus dem Bereich der Zierknoten oder des Fancy-Work.  Leider sieht man diesen sehr traditionellen, maritimen Schmuck nicht mehr oft und wenn, sieht er manchmal alt und verschlissen aus, als hätte ihn jemand vor langer Zeit angefertigt der seitdem nicht mehr aufzufinden ist. Dabei ist er in seiner einfachsten Form, die hier gezeigt wird, gar nicht schwierig herzustellen.
Zunächst einmal sollte das Ende, aus dem der Türkenbund geflochten wird, ziemlich lang sein. In dem Beispiel hat das Rundholz einen Durchmesser von etwa 32 mm und die Leine hat 6 mm. In diesem Fall benötigt man ein etwa 3 Meter langes Ende. Sicherlich muss man ein paarmal üben, bis jeder Griff richtig sitzt, aber dann geht es von mal zu mal besser. Das Beispiel zeigt die ersten neun Schritte. Denn auch hier kommt alles auf den Anfang an.
Beim Üben sollte man ein Rundholz haben, das in der Hand gedreht werden kann um den Verlauf der Buchten zu kontrollieren. Entscheidend ist der dritte und der sechste Schritt, in dem die Rundtörns "überkreuzt" werden. Die lose Part wird hier immer von außen unter die Bucht geflochten und abwechselnd über und unter den Buchten geführt. Beim achten Schritt muss der Einlauf der festen Part erreicht sein.  Falls nicht: Alles wieder auflösen und von vorne beginnen! Die feste Part ist in dem Beispiel der von links kommende Tampen. Er ist fürs fotografieren mit einem Tesa-Streifen fixiert. Von da an immer parallel zu der bereits eingeflochtenen Part fahren. Dann kann man sich nicht irren. Das ist so einfach, das diese Wiederholung in der kleinen Demo einfach ausgelassen wurde.
Ein wichtiger Hinweis: Zu Beginn müssen die Buchten ganz lose geführt werden, denn es wird noch Platz benötigt um alle drei Durchgänge unterzubringen. Die Lose wird erst ganz zum Schluss je nach Bedarf herausgezogen. Da beginnt man wieder bei der einlaufenden festen Part und fährt ihr entlang, bis man alle Buchten so dicht hat, wie gewünscht. So kann man selber entscheiden, ob der Türkenbund verschoben werden kann, oder fest bekneift.

Die Bilderfolge kann an jeder beliebigen Stelle angehalten werden. Anderenfalls läuft sie in 18 Sekunden durch.



Übrigens: man kann mit einem Türkenbund auch attraktiven Schmuck herstellen, als Armband oder sogar als Fingerring. Viel Erfolg!

Wer HIER klickt kann sich alle bisher erschienenen Beiträge zu "Knoten des Tages" ansehen.

01.03.13 Der Flensburger Hafen im Wandel

Neues Leben im Oluf-Samson-Gang (2012)
Eigentlich. Mit eigentlich fangen Erklärungen an, wenn etwas nicht mehr ist, wie es einmal gedacht war. Eigentlich ist der Flensburger Hafen seit ein paar hundert Jahren ein bedeutender Umschlagplatz für Waren unterschiedlicher Art. Es gab einige Werften in der Stadt. Eine zeitlang beherrschte die Marine das Bild. Auch die Personenschifffahrt war hier einige Zeit gut etabliert. Heute erinnen daran noch die FSG, ALEXANDRA, wenige Ausflugsschiffe und ein paar Küsten-Motorschiffe für Schüttgut. Mittlerweile nehmen der Historische Hafen und Sportbootanleger einen großen Raum ein. Die Hafenwirtschaft prägte früher das gesamte Bild der hafennahen Stadt. Dieser Entwicklung verdankt die Stadt unter anderem ihr pittoreskes Bild mit den Hofanlagen am Westufer, die industriell geprägte Neustadt und die Silo-Anlagen, die sich in den markanten Speichern auf der Ostseite des Hafens verbergen. Wer den Wandel des Hafens nachvollziehen möchte, kann sich mit einer neu angekündigten Führung informieren, die heute vom Flensburger Schifffahrtsmuseum angekündigt wird.
"Am Freitag, 8. März um 16 Uhr bietet das Flensburger Schifffahrtsmuseum
eine Führung zum Wandel des Flensburger Hafens an. Die Gästeführerin
Gisela Mikolajewicz wird zunächst im Schifffahrtsmuseum eine Einführung
in die Geschichte geben. Danach geht es raus zum Hafen, um die Spuren
der Vergangenheit sowie jüngere Entwicklungen direkt vor Ort in
Augenschein zu nehmen.  

Treffpunkt ist das Schifffahrtsmuseum. 
Anmeldung unter Tel. 0461 - 85 29 70 oder 
E-Mail: schifffahrtsmuseum@flensburg.de
(Teilnahme: 5,- Euro)."
(Der Sorgfalt halber weisen die HAFENMELDUNGEN darauf hin, dass die Einführung Bestandteil der redaktionellen Arbeit ist und keine Inhaltsbeschreibung des Angebotes. Wer dieses genauer kennenlernen möchte, rufe bitte beim Schifffahrtsmuseum an)

01.03.13 Frühling, Frühling allerorten!

Pünktlich zum Metereologischen Frühlingsanfang sind zwei bemerkenswerte Ereignisse zu berichten:

1. Die Sonne scheint - endlich wieder
2. Ben eröffnet seine Fischbude auf dem Bohlwerk - dito

Ben ist schon bereit
Während Punkt eins jedermann erfreut der das andauernde trübe Wetter satt hat, sind zu Punkt zwei naturgemäß die Liebhaber leckerer Fischbrötchen entzückt, die letztere jetzt wieder satt haben können. Jedenfalls wird es nicht am Angebot scheitern, denn wer immer in der Zeit zwischen 12:00 Uhr und 20:00 Uhr (c.t.) auf dem Bohlwerk spazierengeht kann sich beides heute antun lassen.
Die HAFENMELDUNGEN, wie immer hart an den Fakten ausgerichtet, dokumentieren dieses denkwürdige Ereignis mit einem Licht(!)-Bild, auf dem Ben im Schatten (sic) der Hütte letztere verkaufsfertig macht. Ohne Licht kein Schatten, denn nun muss Ben wieder eine Saison lang ran.
Einen guten Appetit og god arbeidslyst!  (Auf deutsch: Viel Spaß beim Schaffen!)


Zwei Stunden später. Die Sonne scheint immer noch, was nach dieser Zeitspanne, dazu in dieser Jahreszeit, ziemlich ungewöhnlich ist. Das Bohlwerk füllt sich mit jungen und jung gebliebenen Sonnen- und Fischbrötchen-Hungrigen. Das ist daher eben garnicht ungewöhnlich. Wer meint, die Herren im Vordergrund, welche der Kamera den Rücken zuwenden zu kennen, hat wahrscheinlich recht. Sie führen ja schon lange die einschlägigen Charts an.