18.11.19 Respekt, Respekt!

Was geschieht denn nun genau auf der ALEXANDRA? Letzte Woche erfuhren wir, dass unter anderem das Deck erneuert werden muss. Heute Abend brachte der NDR im "Schleswig-Holstein Magazin" weitere Einzelheiten. 


Wer es also gerne ein wenig genauer wissen möchte: Bitte HIER klicken. Der Beitrag zur ALEXANDRA beginnt bei fünf Minuten und 20 Sekunden. Sorry, einfacher geht es leider nicht. Also den Link aufrufen und im Video-Anzeigefeld den gewünschten Startpunkt einstellen.
Was wir interessant finden: Die Finanzierung der umfangreichen Sanierung wird ausschließlich durch Spenden gesichert. Respekt, Respekt!

15.11.19 Wir ham's ja

Der nach jahrelanger Verwahrlosung in Bremerhaven gesunkene Frachtsegler SEUTE DEERN wird nun doch gerettet. Damit endet ein längeres Gezerre um die Zukunft dieses "Denkmals".

Als wenn das Geld wie Herbstlaub auf den Straßen läge. Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages hat am Donnerstag beschlossen, dass Mittel von nun insgesamt 46 Millionen Euro bereitgestellt werden, um den verrotteten Segler "Stück für Stück" zu erneuern. Dabei hatte zuvor ein Gutachter dem Stiftungsrat des Deutschen Schiffahrtsmuseums als Eigentümer einen "konstruktiven Totalschaden" bescheinigt. 
Nebenan in Hamburg, war man bei der Wiederherstellung der Viermastbark PEKING vorsichtig genug, auf eine Totalrestauration zu verzichten und hat sich stattdessen mit einem "möglichst originalgetreuem" Zustand beschieden. Der Gesamtaufwand in diesem Fall: 35 Millionen vom Bund für ein immerhin noch schwimmfähiges Schiff. 

Nun kann man solche Projekte sicherlich nicht eins-zu-eins vergleichen. Die Schiffe sind unterschiedlich groß, aus unterschiedlichem Material gebaut und im Zeitpunkt der Entscheidung auch in unterschiedlichen Zustand. Im Fall der SEUTE DEERN ist aber sicherlich der Umstand einmalig, dass dieses sog. Wahrzeichen von Bremerhaven vor den Augen der Verantwortlichen vergammelt ist, bis es schließlich als "konstruktiver Totalschaden" auf Tiefe ging. 
Bleibt nur zu hoffen, dass der Haushaltsausschuss auch eine verantwortliche Trägerschaft für den Erhalt der wieder hergestellten SEUTEN DEERN beschlossen hat, die ihren Namen verdient. Sonst ist die Süsse bald wieder auf der schiefen Bahn. Aber davon ist leider nichts bekannt.

Vielleicht ging es bei der Entscheidung auch nicht primär um den Erhalt des Frachtseglers, sondern um "Gerechtigkeit". Darum, dass man glaubte nach der Zusage an "die Hamburger" jetzt auch "den Bremern" ein Schiff retten zu müssen. In dem Fall könnten wir Flensburger auch mit ein paar Rettungsschiffen aushelfen. Das eine oder andere ist auch schon mal oder immer noch abgesoffen. Meint etwa jemand, die wären zu billig für eine Entscheidung der Berliner? Kein Problem, wir können auch teuer. Und dass wir Schiffe vergammeln lassen können, ist auch bewiesen. Falls jetzt der Hinweis auf ALEXANDRA kommt: Falsches Beispiel! Das Schiff ist immer tipp-topp gepflegt, also absolut ungeeignet. 

13.11.19 Nicht die Eisbahn

Wer auf der Schiffbrücke aus Richtung Nord kommend zur Eisbahn an der Hafenspitze eilt, sollte nicht zu früh abbiegen. Sie oder er könnte sonst herb enttäuscht werden. Unter dem weißen Zeltaubau steckt nämlich Salondampfer ALEXANDRA, schwimmendes Wahrzeichen Flensburgs. 

Bevor wir lange über Zweck der Verkleidung spekulieren informiert Kapitän und Pressesprecher Günter Herrmann:
"Die alte Dame bekommt ein neues Deck und einen neuen Mast. Außerdem sind die Holzarbeiten am Decks- und Ruderhaus durch die Grundsanierung liegen geblieben. Also viel Arbeit für Crew und Fremdfirmen.Um die Arbeiten auch im Winter möglich zu machen wurde der Bereich großflächigeingeplant. Bis Ende März soll alles ferig sein."

Nun wissen wir's, und sagen artig "Danke!" 



03.10.19 Werftbilder

Es gibt noch Werften, die sich um traditionelle segelnde ehemalig Berufsfahrzeuge verdient machen. Um sie kennen zu lernen, muss man allerdings Flensburgs hinter sich lassen. Wir haben heute nach längerer Pause wieder einmal die Weft von Chr. Jonsson in Egernsund besucht und uns mit der Kamera umgesehen.


Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, den Ort aufzusuchen, wo das eigene Boot fast zwanzig Jahre lang regelmäßig gewartet und, wenn nötig auch repariert wurde. Jetzt liegt der vereinbarte Termin für die jährliche Wartung einen Monat zurück. Wir haben ihn abgesagt, weil wir unsere WIEBKE BOHLEN, segelnder Lebensmittelpunkt und schwimmendes Sommerhaus vorher in neue Hände gegeben haben. Wir trafen einige alte Bekannte, redeten über Boote und die Welt und alles war wieder fast so wie früher. Hier nun einfach ein paar Bilder.

Der historische Ewer KAREN aus Fanø ...
... nähert sich dem Ende seiner Restauratio
Fast ein Neubau, aber nur fast
Traditionelles Bootsbauer- Handwerk

Alte Bekannte aus Flensburg. Hier: AURORA von ALTONA
und CHARLOTTE
VEGA mit Glühkopfmotor mal von hinten ...
... und mal von vorne betrachtet
E 87 RUTH mit eingezogemen Klüverbaum ...
... wird gerade aufgeriggt
STORE BJØRN (li) und CASTOR im Päckchen draußen ...
... und kerniger Duft von Eichenholz drinnen

22.09.19 SEUTE DEERN schwimmt wieder

Beim zweiten Anlauf und mit stärkeren Pumpen konnte der einhundert Jahre alte Squarerigger wieder auf seine Wasserlinie gebracht werden. 

Der NDR hat vor wenigen Minuten den aktuellen Stand veröffentlicht.