11.07.18 Original , originaler, ...

... die originalsten historischen Fischereisegler am Bohlwerk liegen heute unter dem Historischen Krahn. Ein  interessanter Vergleich zweier musealer ehemaliger segelnder Berufsfahrzeuge.

Botter MK 63
CATARINA ALT 287
Seit einiger Zeit liegt der Elbfischer-Ewer  CATARINA ALT 287, gebaut 1889, der älteste und letzte seiner Art, unter dem Wahrzeichen des  Museumshafens. Älter als sie ist hier in Flensburg nur noch die Handelskvase OLINE von 1878. Sie steht zur Zeit auf der Helling der Museumswerft, denn die alte Dame ist - pardon - ein bisschen inkontinent. 
Heute bekamen die Beiden Besuch aus Hoorn in den Niederlanden. Der Botter MK63 wurde 1912 in Marken gebaut und ist in ihrem Heimatland ein schwimmendes Denkmal. CATARINA und MK 63 haben Einrichtungen, mit denen der Fang frisch gehalten werden konnte. 
Während bei CATARINA die so genannte "Bünn" unter der Luke steht, hat sie bei MK 63 ihren Platz in der Plicht. MK 63 hat einen sehr geringen Tiefgang und Seitenschwerter. Elbfischer-Ewer hatten früher ebenfalls Seitenschwerter. CATARINA, der letzte ihrer Art aus Holz gebaute, bekam schon ein Mittelschwert.  

11.07.18 DAGMAR AAEN aktuell

DAGMAR AAEN muss Reise nach Grönland für eine Reparatur unterbrechen.

Wer die Schiffsmeldungen in diesem Blog verfolgt, wird heute sehen, dass DAGMAR AAEN ihre geplante Reise nach Grönland unterbrochen hat und stattdessen wieder in Island festgemacht hat. Jetzt liegt sie in Reykjanesbaer bei Reykjavik. Wie in ihrem Logbuch berichtet wird, muss ein Teil des Verstellpropellers ersetzt werden, was nur auf einer Werft möglich ist. Zwar hat sie das Ersatzteil an Bord, die Reparatur kann jedoch nur an Land durchgeführt werden.
Im Logbuch ist zu lesen "
Aus Sicherheitsgründen gibt es keine Alternative zu Island. Dort können wir in Ruhe reparieren und uns neu sortieren. Das bedeutet zwar Zeitverlust und unsere Planung kommt ein wenig durcheinander, aber Sicherheit hat vor allen anderen Betrachtungen Vorrang".

Wir wünschen der Crew bei der Arbeit viel Erfolg!

10.07.18 Erinnerung an 100 Jahre

Heute wurde vor dem Schiffahrtsmuseum die Wanderausstellung „Revolution 1918 – Aufbruch in Schleswig-Holstein“  eröffnet. 

Vor 100 Jahren war der erste Weltkrieg war noch im vollen Gange und die fünfte große Offensive des jahrelangen schlachtens in Vorbereitung - auch sie sollte scheitern, wie vier vorausgegangene. Die letzte Phase des Krieges begann. An ihrem Ende war das deutsche Kaiserreich Geschichte und die alten Eliten verloren ihre beherrschende Stellung an bislang unterdrückte politische Kräfte. Als die Seekriegsleitung im folgenden Oktober die deutsche Hochseeflotte in einem Flottenbefehl gegen die britische Royal Navy senden wollte, meuterten die Matrosen einiger Besatzungen in Kiel. Dieser "Kieler Matrosenaufstand" mündete in eine Revolution, die das gesamte Deutsche Reich erfasste. Im November wurde in Berlin die Republik ausgerufen, Kaiser Wilhelm II dankte ab und die Weimarer Republik wurde gegründet. Die zu Grunde liegenden sozialen und politischen Spannungen wirkten aber unter der Oberfläche fort, zum Teil noch bis in unsere Zeit. 
An diese dramatischen Ereignisse mit Langzeitwirkung erinnert eine kleine, sehr informative Ausstellung auf dem Platz vor dem Schifffahrtsmuseum. Ein Besuch lohnt sich für alle, die wissen möchten, woher wir kommen.   

Der Eintritt ist frei.
Informationen und Anmeldung zu Führungen: 
Tel.: 0431/ 988 5787 (Anrufbeantworter)

Ansprechpartner für Rückfragen:
Sandra Oblegor
Kulturabteilung
Jensendamm 5
24103 Kiel
Fax: 0431/988-612-1707

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Telefon: 0431/988-5787
E-Mail: Sandra.Oblegor@bimi.landsh.de

10.07.18 Wird endlich gut

Was länge währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund. Da wollen wir mal hoffen, dass er Recht hat. Nach dreizehn Jahren Für und Wider sollen jetzt auf dem Bohlwerk Tore die nächtliche Ruhe und Ordnung sichern.  

Lange genug hat es ja nun gedauert, bis der Museumshafen erstens bereit war, nächtliche Umtriebe auf dem Bohlwerk nicht länger tatenlos hin zu nehmen und zweitens, die notwendigen Fakten zu schaffen. Punkt 1. war im Jahr 2005 erreicht, Punkt 2. heute.
Das neue Flügeltor wird nachts das eigentliche Bohlwerk
sichern...

Heute herrscht handwerkliche Geschäftigkeit auf der Plattform des Bohlwerks vor dem Schiffahrtsmuseum, wo üblicherweise der rote Logger RYVAR seinen Liegeplatz hat. Dort ist jetzt ein gelbes Flügeltor zu sehen, so wie es schon vor Tagen an der Plattform beim Historischen Krahn montiert ist. Am Vormittag steht am Stichsteg gleich gegenüber auch schon das Gerüst für ein kleines Torhaus. Es wird, einmal fertig gestellt, dem am Anleger der Jachtsammlung des Historischen Hafens gleichen.

... und ein kleines Torhaus den Stichsteg davor
Lange wurden für und wider einer nächtlichen Sperrung des Bohlwerks erwogen. Denn "Abschottung" war so ziemlich das Letzte, was mit dem Selbstverständnis der Traditionsschiffer zu vereinbaren war. Der Museumshafen und seine Mitglieder lieben die Freiheit und  sie wollten ihre sehenswerten Schiffe für alle frei zugänglich präsentieren.
Doch Ideale helfen leider nicht gegen Missbrauch und Vandalismus. Dazu kamen notorischer Alkoholmissbrauch während der Nächte, besonders im Sommer.

Abhilfe war leicht gewünscht, doch schwer beschlossen. Letztlich bliebt von allem Für und Wider ein einziges Argument übrig:
Der Museumshafen muss als Hausherr auf dem Bohlwerk. das Gelände sichtbar absperren um sein Hausrecht sichtbar zu machen. Wer sich ohne Genehmigung innerhalb der geschlossenen Tore aufhält, verstößt gegen den Hausfrieden und die Polizei ist verpflichtet den oder die Täter dingfest zu machen.

Bislang noch Theorie, jetzt kommt die Praxis. Es wäre schön, wenn ihr Ruhe und Sicherheit auf dem Bohlwerk folgen.

04.07.18 Benefizkonzert für ALEXANDRA

Hier kommt ein Termin, den man sich schon mal vormerken sollte! 







am Samstag, den 11.08.2018 findet ein Benefiz-Konzert zugunsten der ALEXANDRA statt. Der „Deutschlandfunk“, in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, ermöglicht im Rahmen seiner „Grundton-D“-Konzertreihe den Auftritt folgender Künstler: Einer der renommiertesten Vertreter der Weltmusik/ Jazzszene, der französische Kontrabassvirtuose Renaud García-Fons, und der türkische Kemence-Virtuose Derya Türkan treten von 18.00 – 20.00 Uhr im „Flensborghus“ auf. Es wird musikalisch in Richtung östliches Mittelmeer gehen. „Silk Moon“ heißt das Duo-Programm und spielt zwischen Andalusien und Istanbul.
Im Anschluss an das Konzert findet eine einstündige Dampferfahrt mit der ALEXANDRA statt. Wer möchte, kann sich mit einem Video in Youtube von  Renaud Garcia-Fons schon mal einstimmen. Klingt verlockend.
Die Karten für das Konzert kosten 20,- € und Karten für das Konzert + anschließender Dampferfahrt kosten 30,- €.
Die Karten können telefonisch unter 0461/ 18 29 18 05 oder unter dampfer.alexandra@historischer-hafen.de bestellt werden.

Foto: Renaud García Fons & Derya Türkan