03.11.14 Taucherausrüstung geschenkt

Gerade kommt noch eine Ankündigung des Schifffahrtsmuseums herein:

Die Stadtwerke Flensburg übergeben am Mittwoch, dem 05. November 2014 um 11.00 Uhr eine originale Taucherausrüstung der 1960-er Jahre an das Schifffahrtsmuseum.

An der Übergabe nehmen teil:
− Reinhard Diercks (Stadtwerke Flensburg)
− Peer Holdensen (Stadtwerke Flensburg)
− Dr. Thomas Overdick (Flensburger Schifffahrtsmuseum)

Bis heute werden bei den Stadtwerken regelmäßig der Einlauf- und Auslaufkanal gereinigt. Gerade im hafenseitigen Eingangsbereich sammelt sich an den großen Sieben viel Unrat aus dem Hafenwasser. Dieser Unrat muss mit Hilfe von Tauchern mindestens einmal im Jahr entfernt werden. Bis 1972 waren hierfür eigene Helmtaucher der Stadtwerke im Einsatz. Zuletzt waren es die beiden Tischler der Stadtwerke, die einmal im Jahr für diese Aufgabe ins Wasser gingen. Darüber hinaus waren stets weitere Mitarbeiter als Sicherheitspersonal zugegen. Als die beiden Taucher 1972 in den Ruhestand gingen, haben die Stadtwerke keine neuen Taucher mehr aus den eigenen Reihen rekrutiert. Die Unterwasserarbeiten werden seitdem von Berufstauchern erledigt. „Die Taucherausrüstung ist ein Stück Hafengeschichte“, freut sich Museumsleiter Dr. Thomas Overdick über die Schenkung. „Sie dokumentiert nicht nur eine besondere Instandhaltungsarbeit, sondern verdeutlicht auch, wie schnell und gravierend sich die Arbeitswelt am Hafen in den letzten 40 Jahren verändert hat.“ Unternehmenssprecher Peer Holdensen teilt die Freude: „Wir sind froh, dass die Taucherausrüstung für die Nachwelt erhalten bleibt. In der Sammlung unseres Schifffahrtsmuseums ist sie gut aufgehoben.“ 

Für die weitere Dokumentation der Ausrüstung sucht das Museum Fotografien und Berichte von Tauchgängen aus den 1960er Jahren. Informationen können gerne geschickt werden an schifffahrtsmuseum@flensburg.de

03.11.14 Der letzte Walfänger












Das Schifffahrtsmuseum Flensburg kündigt einen besonderen Vortrag an:

Am Dienstag, dem 11. November um 19.30 Uhr, wird der Präsident des Mystic Seaport in Massachusetts, USA, in einem Vortrag von der Restauration und 38. Reise des letzten hölzernen Walfängers, der CHARLES W. MORGAN. Sie ist das letzte der einst mehr als 2.700 Schiffe umfassenden Walfangflotte der Vereinigten Staaten. Zwischen 1841 und 1921 unternahm die MORGAN 37 Reisen, die meist drei Jahre und länger dauerten. Das bemerkenswert stabile Schiff segelte in die entlegensten Winkel der Welt, um Jagd auf Wale und Robben zu machen. Seit November 1941 wird die MORGAN in Mystic Seaport ausgestellt, Amerikas legendärem maritimem Freilichtmuseum, das nicht zuletzt auch das Vorbild für den Historischen Hafen Flensburg ist. Die MORGAN gehört heute zu den ältesten, schwimmenden Museumsschiffen Amerikas.
Im Sommer 2014 schrieb die MORGAN erneut Geschichte: Nach einer fünfjährigen Restaurierungszeit stach sie erneut in See und segelte nach Neu England, diesmal nicht als Walfänger, sondern als Botschafterin des maritimen Erbes Amerikas und des Meeres- und Artenschutzes. Stephen C. White wird in seinem Vortrag berichten, wie die MORGAN für ihre 38. Reise wieder flott gemacht wurde und wie die Reise verlaufen ist.
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Eintritt frei.
Eine Veranstaltung des Flensburger Schifffahrtsmuseums und des Netzwerks Maritimes Erbe.

Wer sich schon mal ein wenig einstimmen möchte: Hier ein Fund in Youtube, das erste Wendemanöver während der 38. Reise der CHARLES W. MORGAN. Das Manöver dauert vier Minuten. Wahrlich keine schlechte Zeit, für das erste Mal nach 75 Jahren!



03.11.14 DAGNY soll wieder werden

Nachdem das Traditionsschiff DAGNY unter starker medialer Beachtung im Hafen von Neustadt gesunken und wieder gehoben wurde (die HAFENMELDUNGEN berichteten), erscheint jetzt ein Silberstreif am Horizont in Gestalt einer E-Mail. Wir geben sie hier unkommentiert zur Kenntnis:

Pressemitteilung:

Lübeck, Herbst,  Allerseelen, 2. November 2014

Der in Lübeck lebende Berliner Psychiater und Psychotherapeut Bernd Ahrens, unterschreibt einen Vertrag und ist ab heute neuer Eigner des am 30. September diesen Jahres im Neustädter Hafen gesunkenen Traditionsseglers "Dagny" und führt das Schiff einer neuen Bestimmung entgegen. 
Die 117Jahre alte Dänin wird das Schiff der 600Seelen. 
Der wissenschaftlich mehrfach geehrte Suizidforscher und Präventologe sowie ehemaliger stv. Direktor der Lübecker Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie will damit ein Leuchtfeuer entzünden und Öffentlichkeit herstellen. 
In jedem Jahr sterben in Deutschland 600 junge Menschen unter 25 durch Suizid. In dieser Altergruppe die häufigste Todesursache. 
Der Arzt, Vater zweier Kinder, möchte gemeinsam mit jungen Menschen die marode alte Lady Dagny wieder flott machen. 
Unter dem Motto: Wenn Du im Fallen oder am Ertrinken bist, dann denke daran, da ist  doch noch "Einer, welcher dieses Fallen 
unendlich sanft in seinen Händen hält."
Mit der Ansage: Kopf, Herz und Hand gegen Kapital wird der ambitionierte Arzt ab heute auf Menschen zugehen, um Sponsoren und helfende Hände zu gewinnen. 
Sofort hat Peer H. Solström-Leyh, Kapitän und Stifter der Leuchtfeuer-Stiftung mit dem Ziel, keine  Kinder oder Jugendliche in ihrer Not alleine zu lassen – schon gar nicht jene, deren Weg ins gesellschaftliche Abseits vorprogrammiert ist, angeheuert. 


Bernd Ahrens 
SanNuralis
Sanitas Naturalis - Natürliche  Gesundheit

Privatdozent 
Dr. med. Bernd Ahrens

O2.11.14 Wikingerboot getauft

"'Haithabu ist eine sehr große Stadt am äußersten Ende des Weltmeeres', schreibt der arabische Chronist Ibrahim ibn Ahmed At-Tartûschi um 965 in seinem Reisebericht über Haithabu." So beginnt der Artikel in WIKIPEDIA über den Ort nahe bei Schleswig am Haddebyer Noor. Er fährt fort: "Fast dreihundert Jahre lang hatte Haithabu die Schlüsselposition im Warenumschlag zwischen Nord- und Ostsee inne, schließlich waren von diesem Ort nur 18 Kilometer Landweg zu bewältigen, um über Treene und Eider die Nordsee zu erreichen. Mit dem Ende der Wikingerzeit, um die Mitte des 11. Jahrhunderts, gingen seine Funktionen an das am Nordufer der Schlei gelegene Schleswig über." Die Wikinger, unter anderem bekannt für ihre damals führende Technologie im Schiffsbau, hatten auch hier ihre schnellen Ruder- und Segelboote gebaut, mit deren Hilfe sie wirtschaftlich und militärisch die Küsten und Flüsse weiter Teile Europas, bis hin nach Vorderasien bereisten und auch zeitweise beherrschten. Kein Wunder, dass dieses Thema in der Region und weit darüber hinaus viele Menschen interessiert.
Heute Vormittag war das Wikingermuseum in Haithabu bei Schleswig Ziel hunderter Besucher. Viele sind in Kleidern erschienen, die historischen Funden aus dem frühen Mittelalter entsprechen. Aus selbstgesponnener, gefärbter und gewebter Schurwolle von Hand genäht (heute ist auch der beliebte Wikingermarkt). Ganze Familien wie aus der Zeit vor eintausend Jahren. Neben Deutsch und Dänisch sind Englisch und andere Sprachen in dem Stimmengewirr in der Menge zu hören. Ist das Museum an Wochenenden oft gut besucht, sorgte heute ein besonderer Anlass für einen regen Besucherstrom: Ein nach originalen Plänen und in zeitgenössischer Handwerksarbeit gebautes Wikingerboot sollte zu Wassser gelassen werden, das erste nach eintausend Jahren an dieser Stelle.
Das Museum bietet schon seit Jahren zahlreiche informative Aktionen, die uns Menschen von heute das Verständnis für Leben und Arbeit im frühen Mittelalter an dieser Stelle näher bringen. So sind Handwerker unterschiedlichster Art zu sehen, die mit Methoden der damaligen Zeit arbeiten, die heute schon fast nicht mehr bekannt sind, aber hier mit wissenschaftlichen Methoden "nacherfunden" werden.
In diesem Jahr ist mit dem Nachbau eines Wikingerbootes ein ganz zentrales Projekt hinzugekommen. Und heute sollte es getauft werden (was es damals freilich nicht gab) und vom Stapel laufen.

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Es war nicht ganz einfach, einen unverstellten Blick auf das Schiff zu werfen, es war ständig dicht umlagert. Links ist der Vorsteven zu erkennen, der bis zu den Nahtstellen der Planken aus einem einzigen Eichenklotz besteht. Auch die Spanten und Wrangen sind in Form gewachsene Stücke aus Eiche. Das Boot bietet Platz für 12 Menschen, davon bis zu zehn an den Riemen ("Rudern") und wiegt dennoch nur 800 Kilo.
Der Stapellauf ist durchaus wörtlich zu vestehen. Die Helling - also der Bauplatz - unter dem Zelt auf dem Bild oben links im Hintergrund liegt etwa einhundert Meter von der Schiffslände entfernt. Das Boot wurde von vierzig starken "Wikingern" dorthin getragen, wo es den Namen ERIK STEUERMANN erhielt. Ein kleiner Bub, Thore, heisst er, durfte das Namenschild am Heck anbringen. Anschließend glitt ERIK STEUERMANN unter dem Applaus der Zuschauer in sein zugedachtes Element.
Noch Stunden danach konnten wir es, voll bemannt, bei seinen ersten Proberunden beobachten.

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Auch wenn uns die Methoden und Werkzeuge der frühen Bootsbauer sehr schlicht erscheinen mögen, auch sie hatten offenkundig schon einen starken Willen zu schönen Formen und angemessenem Schmuck.

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So hätte ein zeitgenössischer Stapellauf damals aussehen können. 

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Spaß durfte auch nicht zu kurz kommen: Der Bootsbauer wird samt seinem Boot von achzig starken Armen in die Höhe gerissen, bis er frei über dem Rumpf schwebt - durchaus angemessen, ist er doch im normalen Leben Flugzeug-Ingenieur.

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Nun ist es vollbracht. Das Boot schwimmt. Wir wünschen allzeit gute Fahrt!

Weitere Bilder gibt's auf hafenmeldungen.tumblr.com

01.11.14 Schnippeltag im Schifffahrtsmuseum


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   Es ist ein Wettbewerb in Miniaturformat im Schifffahrtsmuseum an diesem Tag .Viele
   Kartonbauer  bauen  winzigste Modelle .1:500 wird stolz erklärt ,und bei den Dioramen liegt
   ein Cent ,  nicht als Kaufpreis ,sondern um die Größe anschaulich zu machen.

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  Welch ein Zauber geht von den filigranen Gebilden aus ! Da wird mit Lupe gearbeitet  ,damit
   der Modellbauer auch alles genau sieht ,doch wie verkleinert er seine Hände auf die passende
   Größe ?

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   Diesmal sind bei dem Treffen auch etliche Damen ,die sich von der Fingerfertigkeit der Männer
   haben anstecken lassen . Wie schön die Ergebnisse dieses faszinierenden Hobbys bewundern
   zu dürfen und vielleicht hat sich der eine oder andere sogar angesteckt ,schließlich steht uns
   im Norden ein langer dunkler Winter bevor .