12.04.13 Fünf Mann und ein Klüverbaum

PIROLA , der neue Klüverbaum und Leyla
Der Hund heißt Leyla und spielt sehr gerne. Immer wenn jemand vorbeikommt, erwartet sie , dass ein Stöckchen geworfen wird. Heute wartete sie vergebens. Dieses Stöckchen ist einfach zu unhandlich.
Statt dessen wurde PIROLA ein neuer Klüverbaum an Bord gehoben. Der Nockbeschlag ist schon aufgesetzt. Nun müssen noch die Stagen montiert werden. Dann ist PIROLA wieder komplett.

Bleibt noch die Frage, warum die Helfer so entspannt wirken? Nun, die Aufnahme wurde für die HAFENMELDUNGEN nachgestellt.


10.04.13 Wollen und Schaffen

Du musst es nur wollen. Wenn Du etwas richtig willst, dann schaffst Du das auch. Diese weisen Ratschläge kennt jeder, der einmal Kind gewesen ist und es nicht vergessen hat. Der Spruch ist weit verbreitet. Sein Imperativ ist sogar amerikanisches Selbstverständnis. Die wollten zum Beispiel mal auf den Mond- und dann waren sie da. Aber irgendwie wird man den Verdacht nicht los, dass jenseits der Philosophie und Pädagogik in der Wirklichkeit andere Gesetze gelten.
Nehmen wir zum Beispiel einmal das Wetter. Gibt es jemand unter den Lesenden der HAFENMELDUNGEN die kein anderes als dieses vermurkste Wetter in diesem Frühjahr wollen? Na also. Und hat es was gebracht? Natürlich nicht.
Die Ursache für dieses bedauerliche Versagen der Willenskraft kann von hier aus nur vermutet werden. Metereologen, um eine zuständige Gruppe von Wissenschaftlern zu nennen, braucht man nicht darauf ansprechen. Die behaupten mittlerweile, die ungewöhlich lang anhaltende Kälte sei weltweit eine zwangsläufige Folge der Klimaerwärmung.
Jetzt macht sich der Mensch, angetrieben von der Angst vor apokalyptischen Katastrophen  daran, das Klima zu verändern. Und Politiker aller Couleur schmieden Gesetze um diesem Projekt Raum zu verschaffen. Geld verdienende und ausgebende werden deswegen zu spürbaren Mindereinnahmen und Mehrkosten verdonnert. (Dass es bereits Pläne gebe, das Ausatmen zu besteuern, ist allerdings noch üble Verleumdung, wenngleich - wie viel CO2 ist denn darin eigentlich enthalten?)
Da fragt man sich, warum das seit Wochen unangenehm belastende Phänomen der Jahrhundertkälte noch nicht angegangen wurde. Nachdem alle anderen Vermutungen ausscheiden bleibt nur, dass es keine(n) Politiker(in) gibt der in sein Wahlprogramm geschrieben hat: Wählt mich. Ich bin für besseres Wetter. Dabei könnte sie oder er damit sicherlich Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler werden. An der Dringlickeit kann es auch nicht liegen. Ein Beispiel:

In einem Monat beginnt um 10:00 Uhr die Flensborg Fjord Regatta. Mit ihr werden die meisten Gäste der Rum-Regatta nach Flensburg segeln und damit zu dem größten Treffen segelnder ehemaliger Berufsfahrzeuge Nordeuropas.
Mancher der jetzt aus dem Fenster zum trüben Himmel aufsieht, aus dem Schneeregen fällt, wird sich freuen, dass es bis dahin noch 30 Tage sind. Denn es ist nicht jedermanns Sache, bei diesem Wetter zu segeln. Obwohl - der Wind ist ja nicht mal so schlecht: Sechs bis sieben Beaufort, Böen acht aus Ost. Die Windstärke hatten wir schon immer wieder mal, allerdings bei angenehmeren Temperaturen. Und die Windrichtung: einfach super. Also, geben wir Petrus und oder unseren Volksvertretern eine Chance. Noch bleibt Zeit, um einiges gut zu machen bis das Wetter während der Rum-Regatta uns mit lieblichem Wind und schmeichelnden Celsiusgraden verwöhnt.
Hier sind ein paar Bilder aus dem Jahr 2005 zur mentalen Vorbereitung auf das, was uns sonst erwarten könnte:

Bilder von rho spuerbar

Aber auch das ist vermutlich zu nichts nütze. Schließlich ist am 22. September, dem Tag der Bundestagswahl, die Rum-Regatta schon lange wieder vergessen. Also melden wir vorsorglich schon einmal Bedarf für die Apfelfahrt an. Die findet vom 18. bis zum 20. Oktober statt. Dann aber bitte mit wirklich besserem Wetter!

09.04.13 Ende mit Schrecken?

Oberbürgermeister Simon Faber

Die traurige Highship-Posse nimmt eine neue Wendung. Sie erinnern sich? Highship, das sind die mit den Bodeneffekt-Fahrzeugen. Der Flensburger Oberbürgermeister Simon Faber, sonst in der Presse nur mit freundlichem Gesicht, einem Faible für Strategien und für ein Büro im Obergeschoss aufgefallen, hat entschieden, was schon längst hätte entschieden werden müssen. Die Stadt steigt aus dem Erbbauvertrag aus. Und zieht ein Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vor. Obwohl der zuständige Fachsbereichsleiter - aus welchen Gründen auch immer - eine andere Auffassung vertritt. Er ist der Meinung, dass in Erbbauverträgen Fristen für den Heimfall unzulässig sind und dass eine Prüfung der potentiellen Vertragspartner "nicht zwingend" sei.
Was ist heute dazu im Flensburger Tageblatt weiterhin zu lesen?
...In einer Pressemitteilung kündigte Faber an, er werde um das Mandat (Anm: bei den Stadtverordenten) bitten, den Vertrag schnellstmöglich zu lösen.
und weiter:
... Faber korrigierte (Anm: den Fachbereichsleiter) Dräger noch in zwei Positionen: 1.) Erbbauverträge sollen künftig durch Frist für die Bauerrichtung gesichert werden. 2.) Ansiedlungswillige Unternehmen sollen sorgfältiger überprüft werden.
Das also zu dem freundlichen Gesicht. Glücklicherweise kann er wohl auch anders.
Bleibt noch die Strategie. Hoffentlich beginnt man jetzt auch darüber nachzudenken, dass die in der Strategie definierten Globalziele der Stadt die Kräfte nicht nur bündeln, sondern auch in die selbe Richtung leiten müssen. Das bedeutet: Gewerbeförderung (Globalziel 1) ja, aber  nur wenn dies die Tourismusförderung (Globalziel 3) nicht zunichte macht. Denn so, wie die Hafenmeldungen am 18. Januar geulkt haben, wird das nichts.
Bleibt noch zu bemerken, dass Büros in Obergeschossen zu größerer Weitsicht führen können. Hoffen wir also weiter.

Hier eine Übesicht der Berichte in den HAFENMELDUNGEN zum Thema:

28.01.13 Up, up and away
25.01.13 Tycoon est omen
22.01.13 Abgehoben: Wie es andere sehen
18.01.13 Neues zu "abgehoben"
17.01.13 Abgehoben

08.04.13 Das Schifffahrtsmuseum erinnert

Wie bereits am 25.03.13 in den HAFENMELDUNGEN angekündigt, sind am 14. April im Schiffahrtsmuseum Harfen- und Guitarrenklänge der besonderen Art zu hören. Vielleicht gibt es ja einen Anlass seine Lieben und sich selbst mit Musik zu verwöhnen? Details der Veranstaltung sind auch auf der Terminseite nachzulesen. Viel Vergnügen!

08.04.13 Frühlingszeit - Spargelzeit

Viele können sich noch an den Schlager der Comedian Harmonists "Veronika, der Lenz ist da/ Die Mädchen singen tralala!" erinnern? Ja? Der Titel fiel heute ganz spontan ein, als PIROLAs neuer Spargel (vulgo Klüverbaum) auf dem Bohlwerk lag. "... Veronika, der Spargel wächst!"


Der alte hatte sich einen Pilz gefangen und war nicht mehr sicher genug. Und Sicherheit wird besonders groß geschrieben, soll es doch in diesem Jahr auf Große Fahrt gehen.
Der alte Klüverbaum hat nicht komplett ausgedient. Denn nachdem die schadhaften Teile großzügig mit der Kettensäge abgetrennt wurden, kam gesundes Holz zum Vorschein. Nun kann er eine neue Zukunft als Großbaum oder Klüverbaum für ein kleineres Schiff bekommen. Es ist genug Holz übrig geblieben: sechseinhalb Meter Länge und ca 18 cm kleinster Durchmesser.  Ronald ist noch nicht sicher, ob er ihn behalten will. Als Brennholz ist er zu schade, auch müsste zu diesem Zweck noch der Lack abgezogen werden.