10.10.14 Alles verknotet

Vom 10.-12.2014 ist wieder das Treffen der internationalen Knotenmachergilde im Schifffahrhtsmuseum.

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Die Meister der Knoten überteffen sich in Fingerfgertigkeit und neuen Ideen. Neben Affenfaust, Türkenbund, Webeleinenknoten sind  geknüpfte Weihnachtsbäume, Hundeleinen, Messerbändsel und phantasievoller Schmuck aus farbigen Leinen zu bewundern.
Wer es nachmachen möchte bekommt freundliche und geduldige Hilfe.

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Hier wird gerade ein Langspleiß gemeinsam gefertigt.Nach der ausführlichen Anleitung klappt es sicher auch an Bord diesen beliebten Spleiß (2 Leinen werden miteinander verbunden) nachzumachen, der die verbundenen Leinen weiter problemlos durch Blöcke gleiten läßt, da er nahezu so schlank bleibt wie die ursprüngliche Leine.

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Wer’s nicht kann, macht’s weiter nach eigenem Gusto, Hauptsache es hält….

09.10.14 SKIBET gehoben


SKIBET wieder über Wasser
Fotos (2): www.tv2fyn.dk

SKIBET, die älteste dänische Galeasse wurde gestern nachmittag ganz vorsichtig von zwei Krähnen aus dem Hafenbecken der Fähre in Spodsbjerg gehoben. Deshalb war auch nur der Verlust einer einzigen Flasche Wein zu beklagen. Zu beklagen ist natürlich auch der Schaden am Schiff. Auf der Steuerbordseite sollen auf einem halben Meter Länge Planken beschädigt sein - das ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Holschiff fast eine halbe Stunde lang im Wellengang auf eine Steinschüttung geworfen wird.
Schaden hat auch die Kommunikation zwischen der Schiffsführung und den Rettern auf dem Patrouilleschiff FREJA genommen. Gestern wurde der Schiffsführer der SKIBET in der dänischen Presse mit Vorwürfen zitiert, dass die Retter ein anderes Hafenbecken angesteuert hätten als vereinbart. Der Kommandant der FREJA wird mit den Worten zitiert, es sei eine Seenotrettung gewesen, die Absprachen, wohin es gehen sollte, seien unklar gewesen – man selbst habe das Schiff nach Ærø bringen wollen und nur auf Wunsch der “Skibet”-Crew Spodsbjerg angesteuert, und es gäbe in solchem Fall dann auch keinen Wunschliegeplatz. 

Soweit zum Schiff und den damit verbundenen Fragen. Was ist aber nun mit der Ladung, den 900 für die Kulturnacht in Kopenhagen bestimmten Flaschen Riesling von der Mosel? 

Sie sollen gereinigt und bis morgen nach Kopenhagen gebracht werden. Das Deutsche Weinkontor in Dänemark ruft inzwischen dazu auf, während der Kulturnacht in Kopenhagen viel deutschen Riesling zu trinken, um damit SKIBET zu unterstützen.  "Mød op på The standard kl. 17.00 og smag lækker tysk Riesling, der har været i hænderne på Kong Neptun og havfruerne..." ("Kommt im The Standard zusammen und probiert den köstlichen deutschen Riesling, aus den Händen König Neptuns und der Seejungfrau...") Na, denn Prosit!

09.10.14 Treffen der Knotenmacher



Palstek, Hundspint, Affenfaust und Türkischer Bund


An diesem Wochenende treffen sich Mitglieder der internationalen Gilde der Knotenmacher im Schifffahrtsmuseum Flensburg zu einem Aktionswochende. Mitglieder aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden präsentieren ihre kunstvollen Seemannsarbeiten aus Tauwerk und führen das Schlagen von Knoten und Spleißen von Tauen vor. Die Knotenfreunde präsentieren seemännische Handarbeiten und kunstvoll gefertigtes "Fancy Work". 

Die Besucher, auch Kinder, können sich unter fachkundiger Anleitung an der Erstellung der wichtigsten Seemannsknoten versuchen und ihr eigenes Tau schlagen.


DIe Treffen finden statt am:

Freitag          10. Oktober von 12 bis 17 Uhr
Sonnabend    11. Oktober von 12 bis 17 Uhr
Sonntag        12. Oktober von 12 bis 15 Uhr


Im Schifffahrtsmuseum Flensburg
Eintritt: 6 Euro, Kinder unter 18 Jahren frei

08.10.14 Unglück und Pech

Der Schiffsführer der SKIBET, Segler seit 45 Jahren, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kapitän des Patrouilleschiffs FREJA, ist aus der Presse zu erfahren. Dort wird auch der gesamte Ablauf des Geschehens aus seiner Sicht geschildert, dass mit dem Zitat von Jürgen Wegmann sehr gut zusammengefasst werden kann: Da hat man schon kein Glück und dann kommt noch Pech dazu.
Den Schiderungen zufolge habe SKIBET Montag Mittag Nakskov mit den 900 für die Kulurnacht in Kopenhagen bestimmten Flaschen Riesling mit Kurs Fejø verlassen. Der Hafen sollte unter Motor angesteuert werden. Als die Besatzung jedoch die Maschine gestartet habe und begann, die Segel zu bergen, habe sich der Mast in seiner Spur bewegt. Außerdem habe der Wind zugenommen und eine See sei eingestiegen. In dem Augenblick sei der Motor ausgegangen. Man habe daraufhin die Fock gesetzt und sei beigedreht. In einem Telefon-Gespräch mit der Versicherung sei man überein gekommen, das Schiff abbergen zu lassen. Das Rettungsboot aus Spodsbjerg sei dafür jedoch zu klein gewesen, weshalb das Patrouilleschiff FREJA aus Ærø gerufen wurde. Es sei um Mitternacht angekommen und habe eine Schleppleine auf SKIBET übergeben. Das letzte Stück Weges in den Hafen von Spodsbjerg auf Langeland habe ein Schlauchboot den Havaristen  ziehen sollen. Der Wind habe inzwischen weiter zugenommen und die Wellen seien mittlerweile einen halben Meter hoch gewesen. Es sei abgesprochen gewesen, SKIBET in den Industriehafen von Spodsbjerg zu schleppen, was dem Schiffsführer bei der vorherrschenden Windrichtung angemessen erschienen. Stattdessen hätten die Retter den Fähranleger angesteuert, wo das Wasser unruhiger und die Windrichtung ungünstiger gewesen sei. Auf dem Weg in den Hafen habe der Motor des Schlauchbootes ausgesetzt und SKIBET sei, nun ohne Fahrt, nicht mehr zu steuern gewesen. Auch das Schlauchboot habe die Steinschüttung an der Pier gerammt.
Ein Bauarbeiter an Land sei in sein Schlauchboot gesprungen, um das Schiff freizuschieben. Dabei habe er den Fuß eines der Rettungsmänner überfahren.

SKIBET sei etwa 25 Minuten lang gegen die Steinschüttung geschlagen. Dann sei keine Hilfe mehr möglich gewesen. Daraufhin sei die Besatzung an Land gesprungen. Keine keine zehn Minuten später sei SKIBET in dem Fähranleger auf Grund gegangen.

Die Rechtsfragen seien derzeit noch vollständig offen. Nur eines ist klar: Das Schiff ist gesunken und der Wein mit ihm.

Weiterhin ist zu erfahren, dass der dänische Kommandeur der FREJA jede Kritik zurückweist. Die Mannschaft sei für solche Aktionen geschult und darin auch geübt. 

Um weiteren Schaden an SKIBET zu begrenzen, hat ein Bagger mit seiner Schaufel von Land aus
Ein Bagger sichert das Wrack von Land aus
Foto: Klaus Skagen TV 2
das Schiff in seiner Lage stabilisiert.


Inzwischen ist zu erfahren, dass SKIBET auch wegen seiner kulturellen Bedeutung möglichst wieder hergestellt werden soll. Dies sagt auch der Vorsitzende des dänischen Skibsbevaringsfond. Die Mittel dafür sollen beschafft werden, auch von Sponsoren. Jedoch ist der Schaden am Schiff noch nicht abzuschätzen. Einstweilen werden die Arbeiten am Hafen Spodsbjerg so vorsichtig wie möglich fortgesetzt, um das Schiff nicht weiter zu beschädigen.

07.10.14 SKIBET gesunken

SKIBET
Foto: Facebook
 
Schlechte Zeiten für Traditionsschiffe. Heute berichtet die dänische Zeitung Berlingske, dass die dänische Galeasse SKIBET vor Spodsbjerg auf Langeland (Dk) gesunken ist. Das Schiff wurde 1880 gebaut und gilt als die älteste Ketsch (Galeas) in Dänemark. 
Das Schiff war mit einer Ladung Moselwein auf der Rückreise von Kiel über Ærø zu seinem Heimathafen Århus. In der Nacht, um ca. zwei Uhr, drang bei Starkwind Wasser in den Dieseltank. Daraufhin fiel der Motor aus. Als die dänische Marine (Military Operations Center-Redningscentralen (FRC) das historische Schiff nach Spodsbjerg schleppen wollte sank es bei dem Bugsiermanöver im Hafen. Besatzungsmitglieder kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

SKIBET (zu deutsch "Schiff") war am 02.10. von Århus nach Kiel gereist, um dort eine Ladung Moselwein zu übernehmen, der für ein Kulturfestival in Kopenhagen bestimmt ist. Das Wetterbedingungen waren bereits auf der siebentägigen Reise sehr belastend. Mit der Aktion sollte gezeigt werden, wie man Frachten von A nach befördern kann und dabei nur wenig CO2 in die Luft zu blasen. Von Kiel aus wollte sie als erste Station Laboe anlaufen um dort auf "kräftigen Wind" zu warten. Dort lief sie am 03.10. nachmittags aus. 

Die Kieler Nachrichten berichteten in ihrer heutigen Ausgabe über die Aktion. 


Galeas SKIBET ging in der Nacht zu Dienstag in Spodsbjerg Hafen auf Grund
Fotograf: Mikkel Skov Svendsen 


 
SKIBET (im Vordergrund)
The boat in front is Skibet (Danish for The Ship), Denmark’s oldest galeas from 1880. As I just learned (text in German, by hafenmeldungen) she sunk a few hours after I posted this photo, in the night to October 7. As she sunk in a harbour and her mast tips are still visible I presume she can be salvaged.